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Ehemalige Soldaten pflegen Soldatengräber

Ehemalige Soldaten pflegen Soldatengräber

Der Ehrenfriedhof gefallener Soldaten auf dem Wittlicher Friedhof Burgstraße ist ein Mahnmal für die Erhaltung des Friedens. Reservisten der Bundeswehr haben sich am Wochenende um die Pflege der Gräber, Gedenktafeln und Gedenksteine gekümmert.

Wittlich. Es ist ein ungewohntes Bild am Samstag auf dem Friedhof Burgstraße in Wittlich. Soldaten in Tarnfleck-Uniformen, bewaffnet mit Rechen, Besen, Schaufeln, Bürsten und allerlei anderem Arbeitsgerät tummeln sich dort. Vor allem hinter der Mauer zum Ehrenfriefhof wird seit neun Uhr am morgen fleißig geackert. Es sind etwa 15 Reservisten, also ehemalige Soldaten, die an ihrem Wochenende freiwillig einen Arbeitseinsatz zur Pflege der Kreuze, Grabplatten, Erinnerungstafeln und Erinnerungssteine einlegen.
Federführend ist die Reservistenkameradschaft (RK) Wittlich, unterstützt von anderen Reservisten beispielsweise aus Bernkastel-Kues, aus Zemmer und vom Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge.
Warum opfern diese Männer ihre Freizeit, um Gräber auf einem städtischen Friedhof zu säubern? Klaus-Bernhard Basten aus Zemmer, Mitglied im rheinland-pfältischen Landesvorstand des Volksbunds Deutscher Kriegsgräberfürsorge, hat eine ganz einfache Antwort: "Ich kenne die deutsche Geschichte. Und ich ziehe die Lehren aus der Geschichte. Deswegen müssen solche Erinnerungsstätten erhalten werden, sie dienen dem Frieden." Es sei "echte Friedensarbeit, die wir hier leisten".
Den ganzen Samstag sind die Reservisten noch zu Gange und schrubben, kehren, schaufeln und entfernen mit Hochdruckreiniger und Co. Moos und Grünspan, sammeln Laub und Äste ein, kehren Wege. Am Ende sieht er wieder richtig ordentlich aus, der Ehrenfriedhof in Wittlich und die Mahnmale gefallener Soldaten.
Es wird nicht der letzte Einsatz dieser Art gewesen sein. sve