Ehrenamtliche helfen Jugendlichen bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz

Ehrenamtliche helfen Jugendlichen bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz

Ausbildungspatenschaftsprojekt in den Kreisen Bernkastel-Wittlich: Ehrenamtlich tätige Männer und Frauen suchen gemeinsam mit jungen Leuten einen Weg in den Arbeitsmarkt.

Traben-Trarbach. Ein Jugendpfarrer, fünf Schülerinnen und sechs Schüler der 9. und 10. Klasse der Realschule plus in Traben-Trarbach, ein Pastoralreferent, ein Schulsozialarbeiter und drei Mitarbeiter des Caritasverbandes Mosel-Eifel-Hunsrück vereint an einem Tisch in lebhafter Diskussion: Diese nicht alltägliche Situation war Teil der vielfältigen Aktivitäten anlässlich des Josefstages. Jugendliche und Vertreter der Katholischen Kirche brachte er miteinander ins Gespräch.
"Der heilige Josef ist Schutzpatron der Arbeiter und Jugendlichen. Der nach ihm benannte Josefstag der katholischen Kirche richtet in diesem Jahr den Blick auf Jugendliche, die auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind", so Armin Surkus-Anzenhofer, Pastoralreferent im Dekanat Wittlich, aktiv im dortigen Ausbildungspatenschaftsprojekt.
In Cochem-Zell und Bernkastel-Wittlich bestehen Ausbildungspatenschaftsprojekte: Frauen und Männer engagieren sich ehrenamtlich, um Jugendlichen beim Finden eines Weges in die geeignete Ausbildung behilflich zu sein. Jugendpfarrer Jan Lehmann nutze den Josefstag, um mit Schülern der Realschule plus in Traben-Trarbach und den beiden pädagogischen Mitarbeiterinnen der Projekte ins Gespräch zu kommen.
Unter Moderation von Silke Heiseler vom Caritasverband Mosel-Eifel-Hunsrück, die das Projekt im Dekanat Wittlich pädagogisch begleitet, berichteten die Schüler von ihren Berufswünschen und Erfahrungen im Rahmen dieses Projektes.
"Die ehrenamtlichen Paten haben sich in unserer Klasse vorgestellt", so Albina, Schülerin der 10. Klasse. So erfuhr sie von den vielfältigen Hilfen des Patenprojektes. Dazu gehören die Gespräche zwischen dem Paten und seinem Patenschüler über ihre besonderen Interessen und Stärken, über ihre Berufswünsche, welche Betriebe für eine Ausbildung infrage kommen und wie hier der Kontakt aufgenommen werden kann.
"Ich werde demnächst in einem Betrieb ein Praktikum machen, da ich später Möbelbauer werden will", freut sich Marius (15). "Durch die Gespräche mit meinem Paten habe ich her ausgefunden, dass mir eine Ausbildung als medizinische Fachangestellte bestimmt viel Freude bereiten wird", berichtet Karina. "Wir haben zusammen Bewerbungen verfasst und bald werde ich ein Praktikum bei einem Kinderarzt in Wittlich machen", so Albina. Und auch Tobias hat durch das Patenprojekt einen Fuß in der Tür zur Ausbildung: "Ich habe mit meinem Paten zusammen gesucht und habe nun einen Praktikumsplatz im Bereich Mechatronik gefunden."
Die Berufswünsche der Schüler sind vielfältig und reichen vom Steuerfachangestellten, Bauzeichner und Bürokaufmann über Kfz-Mechatroniker und Erzieher bis hin zur Fortführung der Schule mit dem Ziel des Fachabiturs und anschließendem Studium. Und auch andere Wege rücken ins Blickfeld wie das mehrfach genannte Freiwillige Soziale Jahr.
Bei der Beurteilung des Projektes sind sich die Jugendlichen einig: Sie alle sind zufrieden und können eine Patenschaft nur empfehlen. "Man wird motiviert, etwas zu tun", so Shefkija. Und Karina ergänzt: "Wenn neben den Eltern ein Außenstehender etwas vorschlägt, hört man noch einmal ganz anders hin".red

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