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Eifel-Goldschmiede im kleinen Dorf Lutzerath besteht seit 1993

Besonderes Handwerk : Ein goldenes Erlebnis in der Eifel

Im kleinen Ort Lutzerath hat sich seit 1993 eine Golschmiede etabliert. Der TV hat bei ihr vorbeigeschaut.

(bs) Es ist selten, dass sich in einem Dorf wie Lutzerath, das rund 1500 Einwohner hat, eine Goldschmiede ansiedelt. Bereits seit Dezember 1993 ist das jedoch der Fall: Im Ort gibt es die Eifelgoldschmiede, die von der damals 25-jährigen Dagmar Lülsdorf-Mudersbach nach ihrem Studium zur Gestalterin und dem Abschluss als Goldschmiedemeisterin in einem denkmalgeschützten Fachwerkhaus in der Hauptstraße gegründet wurde, das im vergangenen Jahrhundert die Hufschmiede des Dorfs beherbergt hatte.

Heute können die Kunden dort Schmuckstücke kaufen und anfertigen lassen, von klassisch bis modern, mit Edelsteinen in geschliffener Form und in verschiedenen Farbvarianten, und auch Brillanten und Diamanten in diversen Formen. Dagmar Lülsdorf-Mudersbach bietet zudem Trauringschmiedekurse an, und viele Heiratswillige nehmen das Angebot laut ihrer Auskunft an. Die 52-Jährige spricht über ihre Trauringkurse: „Man trifft sich und stellt klar, wie die Ringe aussehen sollen, welches Material verwendet wird, welche Breiten passen zu Hand und Typ, welche Form ist reizvoll, welche Größen muss man beachten, sollen Brillanten eingearbeitet werden, soll vorhandenes Andenkengold verwendet werden, sollen die Eheringe glatt oder gehämmert sein? Entsprechend der Entwurfsbesprechung wird das Material vorbereitet. Am gemeinsam ausgewählten Kurstermin fertigen wir dann die Ringe.“ Diese werden zum Kursende von den Paaren selbst graviert.

Die Meisterin lässt sich bei ihrer Arbeit auch gerne über die Schulter schauen, aber zurzeit unterbindet Corona das. Derzeit arbeitet Lülsdorf-Mudersbach wegen Corona überwiegend alleine an ihrem Werktisch. Die Meisterin meint: „In der Corona-Zeit ist leider kein Tag der offenen Tür möglich. Aber das Schaufenster zu meiner Werkstatt ist auch das Internet, in dem viel Schaumaterial und Einblicke in die Schmuckwelt meiner Goldverarbeitung gegeben wird.“ Zudem zeige sie regelmäßig Trauringe und Schmuckstücke bei Facebook und Instagram.

Die Goldschmiedemeisterin arbeitet auf Wunsch alte Schmuckstücke zu modernen Preziosen um. Ebenso kann liebgewonnener älterer Schmuck als Erinnerung eingeschmolzen und neu verarbeitet werden. Sie erklärt: „Es finden zwei Gedanken Umsetzung: Einerseits eine Art des Schmuckrecyclings und Upcyclings, andererseits werden Andenken bewahrt. Sozusagen entsteht Emotionsgold.“

Hat die Goldschmiedin in Zukunft noch etwas Besonderes vor, und wie denkt sie über das Kommende: „Gesund bleiben um den Paaren, die in diesem Jahr durch Corona wieder neu planen müssen und oft nervös werden, wenigstens einen sicheren Termin mit einem wunderbaren Trauringerlebnis zu ermöglichen.“