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Eifellandhalle in Landscheid soll saniert werden

Infrastruktur : Eifellandhalle in Landscheid soll saniert werden

Handlungsbedarf: Die Eifellandhalle in Landscheid ist in die Jahre gekommen und renovierungsbedürftig. Der Ortsgemeinderat hat Ideen zur Sanierung und Aufwertung der Halle diskutiert und einen ersten Beschluss gefasst.

Wer die Eifellandhalle in Landscheid betritt, dem fällt auf, dass die Halle dunkel und drückend wirkt. Kiefernholzpaneelen verkleiden die Wändnur unterbrochen von olivgrünen Blechtoren bis zur Decke hoch. Der blau melierte Hallenboden ist stark abgenutzt.  An  unzähligen Stellen wird er von Klebeband zusammengehalten, allein im Mittelkreis sind fünf Stellen notdürftig repariert. An dem gesamten Bauwerk hat der Zahn der Zeit genagt.

Deshalb sehen die Landscheider Gemeinderatsmitglieder, die sich auf ihrer jüngsten Ratssitzung mit dem Thema beschäftigt haben,  nun Handlungsbedarf: Vor 45 Jahren wurde die Eifellandhalle mit Raum für 800 Sitzplätze gebaut.  Der Rohbau wurde mit einem Stahlgerüst erstellt und die Vereine übernahmen den Innenausbau. Das Material hat ein Fabrikant aus dem Ort gestiftet. Richtige Pläne von dem Bauwerk existieren nicht, deshalb hat der Planer und Ortsvorsteher von Landscheid, Andreas Bayer, die Halle in den vergangenen Wochen erstmal ausgemessen. Zudem hat er sich mit den Vereinen getroffen und mit den Verantwortlichen abgeklärt, was die Vereine brauchen und zudem Anregungen aus dem Ort für die Sanierung der Halle entgegengenommen.

Alle gesammelten Informationen hat er in einem Plan zusammengefasst und dem Gemeinderat vorgestellt. Die Anregung, das Gemeindebüro in die Halle zu verlegen, könne umgesetzt werden, erklärt er und begründet: „Da sich momentan im vorderen Bereich vor allem Lagerflächen von Vereinen und Putz-Utensilien befinden, die auch in den hinteren Bereich verlagert werden können, hätten wir hier vorne Platz für einen Besprechungsraum, in dem mehr als zwei Leute Platz haben“, sagt er.

Die Toiletten sind aus seiner Sicht noch in Ordnung und sollen bleiben. Bei der Küche hat man sich überlegt, die momentane Einrichtung zu entfernen und sie durch Edelstahltische zu ersetzen. Dazu sagt er: „Bei den Veranstaltungen und Feiern wird das Essen meist von Caterern angeliefert. Wenn dort Edelstahltische stehen und genügend Steckdosen sind, ist das in Ordnung.“

Um die Brandschutzauflagen zu reduzieren stellt sich die Frage, ob man die Fläche der 1000 Quadratmeter großen Halle verkleinern sollte. Durch Lagerräume, die man im hinteren Teil der Halle anlegen würde, könnte man das erreichen. Einzig die Bar, die jetzt bei verschiedenen Events genutzt wird, werde wegfallen. „Das wäre aber zu verschmerzen“, sagt  Bayer. Die Bühne käme dann ein Stück nach vorne.

Eine große Veränderung wären zwei große Glaselemente, die an einer Längsseite des Gebäudes eingebaut werden könnten, damit mehr Licht ins Gebäudeinnere dringt, was die Halle einladender wirken lassen soll. Einen praktischen Nutzen hätten die Elemente zudem, da man soll sie öffnen können soll. So könnte man bei Feiern auch den Außenbereich integrieren und nutzen. Es stehen zudem Überlegungen im Raum, die Halle mit Schiebeelementen oder einem Vorhang teilbar zu machen. Das Dach soll ebenfalls angegangen werden, weil es in 2018 schon zweimal reingeregnet hat. Da die Isolierung ebenfalls nicht mehr zeitgemäß ist, wäre diese auch zu ersetzen. Ratsmitglieder stellten auf der Sitzung auch die Frage, ob es möglich wäre, eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach zu installieren. Das gehe aus statischen Gründen nicht, erklärte Bayer. Man solle nur das erneuern und verbessern, was möglich und vernünftig sei. Der Gemeinderat brachte die Sanierung der Eifellandhalle mit einem  Grundsatzbeschluss auf den Weg.

Glaselemente an den Seitenwänden, Bodenbelag und Raumtrenner und ein neues Dach: Die Landscheider Ortsgemeinderatsmitglieder sehen Handlungsbedarf und haben viele Ideen, um die Halle aufzuwerten. Foto: Christina Bents

Was das Projekt kosten soll, steht noch nicht fest, denn die Vereine sollen bei den Arbeiten eingebunden und Zuschussmöglichkeiten geprüft werden. Zudem soll in einzelnen Abschnitten in den kommenden fünf Jahren renoviert werden. Da man mit dem Dach anfangen, sich über die Fassade, die Türen und Innenverkleidung bis zum Anstrich und Bodenbelag vorarbeiten will, wird der Boden wohl erst 2025 neu gemacht. Bis dahin werden wohl noch einige Klebeband-Flickstellen hinzukommen.