Eigentümer wollen ihre Grundstücke nicht verkaufen
Burg · Burg ist nach Starkenburg inzwischen der zweitkleinste Ort in der VG-Traben-Trarbach. Diese Position hatte bis 1991 Lötzbeuren inne. Während der Hunsrückort seitdem gewachsen ist, ist Burg stark geschrumpft.
Burg. "Winklige Gassen und verträumte Sträßchen, Winzergehöfte und Weingüter, das alles ist Burg. Eine Mischung aus Fluss, Mensch und Weinlandschaft." So preist der kleine Winzerort Burg auf seiner Homepage seine Vorzüge an. Und tatsächlich: Burg ist ein Fremdenverkehrsort, in dem sich die Gäste wohlfühlen. Drei Hotels, zahlreiche Pensionen und Ferienweingüter bieten Gästezimmer und Appartements an. Daneben gibt es eine gute Gastronomie und gemütliche Straußwirtschaften. Während viele Gäste in der Saison Burg besuchen, kehren immer mehr Einheimische ihrer Gemeinde den Rücken. Von 1999 bis zum Jahr 2009 hat Burg 7,3 Prozent seiner Einwohner verloren. Das ist Rekord in der Verbandsgemeinde Traben-Trarbach. Zurzeit leben weniger als 400 Menschen in dem Ort. Im Jahr 1970 waren es noch 550. In Burg sterben mehr Menschen als geboren werden, das ist dort nicht anders als in vielen anderen Dörfern. Aber es ziehen auch mehr Menschen aus dem Ort als in den Ort. Wohnortnahe Arbeitsplätze sind Mangelware. Vor allem aber: Es gibt keine freien Baugrundstücke. Vor Jahren wollte die Gemeinde am Ortsrand in Richtung Enkirch ein kleines Baugebiet erschließen. Der Plan scheiterte, weil die Grundstückseigentümer, zumeist Winzer, ihre Flächen nicht verkaufen wollten. Auch im Ortsbereich gibt es einige Bauplätze, aber auch diese sind nicht zu bekommen, weil die Besitzer nicht verkaufswillig sind.
Ein weiteres Problem: In Burg gibt seit diesem Frühjahr kein Lebensmittelgeschäft mehr. Der Bäcker aus einem Nachbarort hat nach kurzer Zeit den Laden wieder dichtgemacht. sim