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Ein alter Öltank in Heidenburg bereitet Kommunalpolitikern Kopfzerbrechen

Schule : Heidenburg – Übergangslösung für maroden Öltank gesucht

Die Heizungen der Grundschule und der Sporthalle Heidenburg dürfen ohne aufwendige Reparatur nächstes Jahr nicht mehr betrieben werden. Doch stehen dort offenbar weitere Investitionen an.

Welche Arbeiten sind bei der Heidenburger Sporthalle und Grundschule dringend erforderlich? Damit hat sich der Bau- und Liegenschaftsausschuss der Verbandsgemeinde Thalfang in seiner jüngsten Sitzung befasst.

Das Problemkind ist die gemeinsame Tankanlage der beiden Heizungen von Grundschule und Sporthalle. Um die Mängel zu beheben, die eine TÜV-Prüfung ergeben hat, würden laut Sitzungsunterlage 25 000 Euro benötigt, weitere 15 000 Euro für die sanierungsbedürftigen Regler der Heizung. Aufgrund des Alters von Heizung und Tankanlage regt die Bauabteilung der VG an, „ob ein Austausch der Wärmeerzeuger ohne die Verwendung von fossilen Brennstoffen möglich und unter Berücksichtigung der Fördermittel wirtschaftlich darstellbar ist.“ Oder übersetzt: Macht es Sinn, die derzeitigen Ölheizungen durch Pelletsheizungen zu ersetzen? Eines von drei angeschriebenen Ingenieurbüros habe ein Angebot für entsprechende Planungsleistungen abgegeben, bei der auch die energetische und bauliche Sanierung der Gebäude berücksichtigt wird.

Doch liegt in den betroffenen Gebäuden offenbar noch mehr im Argen. Denn die Mängelliste, die Ausschussmitglied Winfried Welter bei einer Ortsbegehung erstellt hat und die er in der Sitzung vorträgt, ist lang. Beschädigte Türbeschläge und Türscharniere, eine mangelhafte Lüftung in der Küche, ein Durchbruch in der Ölschutzwanne der Tanks, defekte Fallrohre, nicht gefüllte Erste-Hilfe-Kästen: „Viele, viele Kleinigkeiten“, seien zu erledigen, Dinge, die ein Hausmeister ausführen könnte. „Sonst gammelt ein schönes Gebäude vor sich hin“, sagt er.

„Bitte bringt die Sanierung der Halle auf den Weg“, sagt der Heidenburger Ortsbürgermeister Peter Kolz. Die beiden Heizungen für Grundschule und Halle seien 30 Jahre alt, der gemeinsame Öltank 57 Jahre. Der TÜV habe den Öltank nicht mehr zugelassen und die Kreisverwaltung laut der Sitzungsvorlage eine Frist bis zum 31. Dezember gesetzt. Was bedeutet, dass für die Grundschule und die Halle, die laut Kolz an sieben Tagen die Woche von morgens bis abends genutzt wird, eine schnelle Lösung gesucht werden muss. „Investieren wir in alte Technik, oder nutzen wir Förderungen für neue Lösungen“, fragt er. Der Ortsbürgermeister verweist darauf, dass die Vereine in der Halle viel in Eigenleistung erledigt hätten, wie einen neuen Anstrich oder die Anschaffung einer neuen Beschallungsanlage. Die Vereine würden viel in Eigenleistung erledigen, wenn die VG die Materialkosten übernimmt. Nicht nur die Heizung, auch die Beleuchtung in Halle und Schule habe den Stand von vor 30 Jahren, sagt er und regt an, diese gegen wirtschaftlichere LED-Lampen auszutauschen. Wenn die alte Tankanlage außer Betrieb geht, müsse eine mobile Anlage her, sagt Welter. Für den Einbau einer neuen Heizung, wie von der Bauabteilung angeregt, benötige man ein Jahr Planung und ein Jahr Bauzeit, sagt er. Ausschussmitglied Andreas Vochtel sagt, dass eine Lösung benötigt werde, damit die Schule und die Halle weiter betrieben werden können. „Wir brauchen eine Übergangslösung für zwei Jahre im Rahmen eines energetischen Konzepts“, sagt Bürgermeisterin Vera Höfner. Geklärt werden müsse, was eine mobile Lösung kostet oder ob eine Lösung im Keller geschaffen werden soll, bei der neue Tanks gekauft oder gemietet werden könnten.