Ein Bäumchen in der Hochzeiterallee

Immer mehr Paare suchen für Ihre Hochzeit das besondere Ambiente - und finden es auf Burgen oder Schlössern. Wittlich lockt sogar mit einem extra Hochzeiter-Tag.

Auf der 1243 erbauten Burg Bruch im Meulenwald wird im Kapellensaal geheiratet. Foto: TV-Archiv/Marion Maier

Wittlich. (mek) Wenn es ums Heiraten geht, sind in Wittlich alle Augen auf den 8. August gerichtet. Dann nämlich steigt der nächste Hochzeiter-Tag. Seit dem 2. Februar 2002 bietet die Stadt jährlich diesen speziellen Tag an und stößt damit auf große Zustimmung. Zahlreiche Überraschungen verzücken die zahlreichen Paare, die sich an diesem Tag ihr Ja-Wort geben. Im Herbst kommen alle Paare noch einmal zusammen und pflanzen einen Apfelbaum in der Wittlicher Hochzeiterallee im Stadtpark. Geheiratet wird in Wittlich übrigens je nach Größe der Gesellschaft im Trauzimmer im Stadthaus oder historischen Sitzungssaal des Alten Rathauses am Markptlatzes.Ritterlich-romantisches Ambiente auf der Niederburg

Im Umland von Wittlich lockt zudem Burg Bruch mit zwei mächtigen, 30 Meter hohen Türmen. In der Burganlage im Meulenwald, erbaut 1243, wird gerne geheiratet. Die Anlage stand lange leer, dank der Familie Förschner befindet sie sich heute aber in einem tollen Zustand. "Geheiratet wird hier im Kapellen-Saal, wo es 20 Sitzplätze gibt", erklärt Jürgen Heinz vom Standesamt der VG Wittlich-Land. Hier, wie auch bei nahezu allen Orten werden Verwaltungsgebühren (circa 55 Euro) und zusätzliche Nutzungsgebühren fällig. Urig, aber festlich sei die "gute Stube" der ehemaligen Getreidemühle, beschreibt Standesbeamtin Brigitte Braun (VG Manderscheid) die Mühlenstube der Molitors Mühle unweit der Abtei Himmerod. Hier zu heiraten ist schon etwas besonderes", sagt sie. Dass sich im Salmtal zahlreiche Paare das Ja-Wort geben, liegt auf der Hand: Idyllisch umgeben Seen das heutige Anwesen, welches von Marion und Michael Molitor geführt wird.Auch die Rochus-Kapelle in Hasborn erfreut sich großer Beliebtheit unter Heiratswilligen. Die schöne, historische Kapelle aus dem Jahr 1775 befindet sich im Eigentum der Ortsgemeinde und ist keine kirchliche Einrichtung mehr. Heute befindet sich hier ein kulturelles Zentrum, genutzt für verschiedene Veranstaltungen.Rittlerlich-romantisch wird es dagegen auf der Niederburg Manderscheid. Hier wird in einem ehemaligen Kellergewölbe geheiratet. Die mittelalterliche Burgruine aus dem 12. oder 13. Jahrhundert wurde von den Trierer Erzbischöfen errichtet, um für ihre zahlreichen Kämpfe gegen die Stadt Oberwesel einen nahen, günstig gelegenen befestigten Platz zu besitzen. Heute ist von der Burganlage nur noch wenig erhalten. Ein Teil der Burgmauer, Ecktürme und Reste des Palasgebäudes zeugen von der ehemaligen Imposanz der Anlage "Leider ist der Trauungs-Ort nicht ebenerdig. Aber er ist der einzig umbaute Raum auf der Niederburg", sagt Braun. Während am 8. August in Wittlich also der Bär los ist, vermelden die umliegenden VG noch Ruhe. Die VG Wittlich Land verspürt keinen großen Ansturm, in Manderscheid liegt erst eine Anmeldung vor. Ruhig ist es auch in Kröv-Bausendorf und Neumagen-Dhron. Ausgebucht ist dieser Termin mit acht Hochzeiten dagegen in Bernkastel-Kues. In Traben-Trarbach ist zusätzlich der 20. August gefragt.