Ein Boom ohne Ende

Sie sind super erfolgreich und super engagiert: die Handballer der HSG. Und auch nicht nur die weit größeren Sportvereine PSV und WTV wünschen sich wohl mehr Möglichkeiten, in Hallen zu trainieren.

Nur: Wer soll das bezahlen? Klipp und Klar wäre solch ein Bauwerk für die Stadt etwas, das unter den Begriff freiwillige Leistungen fällt. Klipp und klar ist auch das derzeitige Verbot wegen leerer Kassen solch ein Großprojekt auch nur mit Samthandschuhen anzupacken. Und in ihrem Bereich, den Grundschulen, hat die Stadt ihre Hausaufgaben gemacht. Das ist ernüchternd für die Vereine, die sich zum Teil großartig engagieren. Ernüchternd ist auch, dass der Sportunterricht jenseits der vierten Klassen nicht halten kann, was er laut Lehrplan soll: Wegfall von Stunden, unter Zeitverlust Wandern zur Nachbarhalle, Verlegung des Unterrichts in die Abendstunden sind die Folge. Damit wiederum ist die Halle für den Verein blockiert und zugleich die Nachwuchsarbeit. Die boomt zum Beispiel bei der HSG. Es ist ein Boom ohne Ende. Tatsache ist: Zu Zeiten, da Geld da war, wurde das Hallenprojekt offensichtlich verschlafen. Dafür sitzt man heute auch nicht auf hohen Unterhaltskosten. Eigenartig ist aber auch, dass die Schulen selbst nicht groß Alarm schlagen. Und was ist mit der Halle der Bereitschaftspolizei? Die ist ja auch irgendwie mit Bürger-Steuergeld bezahlt worden. Die Geschichte ist wahrscheinlich noch nicht zu Ende. s.suennen@volksfreund.de