Ein dickes Dankeschön an alle!

Der gehbehinderte 76-jährige Friedrich Droste aus Thalfang liebt es, mit dem Rollstuhl größere Strecken zurückzulegen. Von einer seiner Touren kam er vor kurzem nicht zurück. Dass er auch in Zukunft weiter seine Runden drehen kann, verdankt er einer Vielzahl von Helfern, die ihn über Stunden suchten.

Den 25. August wird Friedrich Droste aus Thalfang so schnell nicht vergessen. Wie gewöhnlich machte er sich an dem Donnerstagnachmittag zu einer Spazierfahrt mit seinem elektrischen Rollstuhl auf. Um Abwechslung zu haben, variiert er dabei immer seine Strecke. Diesmal sollte seine Fahrt ihn über einen Feldweg bei Burtscheid führen. Doch beim dem Versuch, den unebenen Weg zu passieren, geschah das Unglück, und er kippte samt Rollstuhl um.

Ein Handy hatte er nicht dabei. Und andere Spaziergänger waren nirgends zu sehen. Da nützte auch alles Rufen nichts, da der Weg zu weit abseits lag. Als der 76-Jährige auch gegen 20 Uhr noch nicht von seinem Ausflug zurück war, wurde seine Familie stutzig, denn das war untypisch für ihn. Besorgt verständigten sie daraufhin die Polizei.

Erste Fahndungsversuche verliefen allerdings erfolglos. Daraufhin wurde Verstärkung angefordert. Eine große Suchaktion begann. Die Polizei aus Morbach und Hermeskeil, die Rettungshundestaffel, die Feuerwehren aus Thalfang, Bäsch, Deuselbach, und Immert, das Deutsche Rote Kreuz und ein Polizeihubschrauber waren im Einsatz. Währenddessen hatte der Rentner sich bereits damit abgefunden, die Nacht in dieser misslichen Lage verbringen zu müssen, und wartete auf den nächsten Morgen. In der Hoffnung, dass dann endlich jemand seinen Weg kreuzen würde. Doch dann hörte er einen Hubschrauber über sich kreisen.

Geistesgegenwärtig schaltete er die Warnblinkanlage an seinem Roller an, um auf sich aufmerksam zu machen. Mit Erfolg. Kurz vor Mitternacht, nach mehr als sechs Stunden bangen Wartens, konnte Friedrich Droste endlich gerettet werden. Dabei hatte er Glück im Unglück, denn bis auf ein paar leichte Blessuren war er wohlauf und konnte von der Polizei nach Hause gebracht werden.

Dass sein "Unfall" recht glimpflich abgegangen ist, ist für den Rentner nicht selbstverständlich. "Ich möchte mich ganz herzlich bei allen an meiner Rettung beteiligten Personen bedanken", sagt Droste. Damit sind alle Helfer, Freunde und Bekannte gemeint, die maßgeblich dafür gesorgt haben, dass er gefunden und gesund nach Hause gebracht werden konnte. Und seiner Familie, die dafür gesorgt hatte, dass die Einsatzkräfte ausrückten und Schlimmeres verhindert werden konnte.

Der Zwischenfall hat seinem Erkundungsdrang jedoch nichts anhaben können: Auch in Zukunft plant Droste weitere längere Spazierfahrten - ab sofort allerdings nur noch mit Handy.