Ein Erbe der Familie von Kesselstatt

Ein Erbe der Familie von Kesselstatt

Zu den Objekten, die anlässlich des Neujahrsempfangs in Saarburg mit der Denkmalplakette des Kreises ausgezeichnet wurden, gehört die Kapelle Hochkreuz mit Pieta an der L 48 zwischen Föhren und Bekond.

Föhren/Bekond. Das Weingut Reverchon in Konz-Filzen, ein Privathaus in Wasserliesch und die Kapelle Hochkreuz bei Bekond sind in diesem Jahr mit der Denkmalplakette des Kreises Trier-Saarburg ausgezeichnet worden.
Die Ehrung für den vorbildlichen Erhalt des historischen Kleinods Kapelle Hochkreuz nahm Ortsbürgermeisterin Rosi Radant aus Föhren anlässlich des Neujahrsempfangs des Kreises in Saarburg entgegen. Vor zweieinhalb Jahren war die knapp acht Meter hohe barocke Sandsteinkapelle nach umfangreicher Renovierung eingesegnet worden. 70 000 Euro hatten die Arbeiten gekostet, wobei sich das Land Rheinland-Pfalz, die Gemeinden Föhren und Bekond sowie Sponsoren an der Finanzierung beteiligten. Die Neugestaltung des Umfelds hatte der Zweckverband Industriepark Region Trier (IRT) als Grundstückseigentümer übernommen.
Barockes Kunstwerk


Laut Datenbank der Kulturgüter in der Region Trier wurde das "Hochkreuz" im Jahr 1747 auf Initiative der Familie von Kesselstatt errichtet. Das barocke Kunstwerk trägt an der Stirnseite des zur Straße liegenden Bogens das Ehewappen von Johann Hugo Casimir Edmund von Kesselstatt und Katharina Freiin Knebel von Katzen ellenbogen, datiert mit der Jahreszahl 1755. Als Architekt dürfte einer der beiden von Kesselstatt mit verschiedenen Aufträgen betrauten Barockbaumeister Johann Valentin Thomann und Johannes Seiz in Betracht kommen.
Der Standort an der Straßenkreuzung wird auch heute noch im Volksmund Steip genannt, das bedeutet ein Ort zum Ausruhen. Vermutlich hängt dieser Ausdruck mit einer Wirtschaft zusammen, in die früher Reisende auf dem Weg zwischen Wittlich und Trier eingekehrt sind.
Anlässlich der Verleihung der Denkmalplakette lobte Doris Klauck-Schommer von der Denkmalpflegeabteilung des Kreises Trier-Saarburg nicht nur die gelungene Art und Weise, wie Kapelle und Pietà für die Nachwelt erhalten wurden, sondern auch die Umfeldgestaltung.
Dieser Platz biete Wanderern und Radfahrern die Möglichkeit des Ausruhens und der inneren Einkehr. alf