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Ein Fachwerkdorf aus Holz und Gips

Ein Fachwerkdorf aus Holz und Gips

Was genau ist ein Fachwerkhaus? Aus welchen Materialien wird es gebaut? Und welches sind die Vorteile vom Wohnen im historischen Gemäuer? Um diese und ähnliche Fragen ging es in einem gemeinsamen Projekt der Grundschule Enkirch und der Stiftung Fachwerkdorf Enkirch.

Enkirch. Erstmals haben die Verantwortlichen der Enkircher Grundschule und die Stiftung Fachwerkdorf Enkirch gemeinsam eine Projektwoche mit allen Grundschülern zum Thema "Fachwerkhäuser in Enkirch" gestaltet. Die Schüler lernten im theoretischen und praktischen Unterricht den Aufbau eines Fachwerkhauses.
Zimmermann Friedhelm Caspari und Architekt Erhard Caspari, beide aus Enkirch, vermittelten anhand zahlreicher Bilddokumente viele Informationen. Danach schauten sich die Schüler das älteste Haus in Enkirch, den "Pitter", sowie das Haus "Krieger-Gall" von innen und außen an. Auch die alte Küche im Heimatmuseum wurde unter die Lupe genommen. Anschließend stellten die Schüler der ersten und zweiten Klasse aus Papier selbst entworfene Fachwerkhäuser her.
Auf diese Weise entstand ein ganzes Dorf. Die älteren Schüler klebten auf vorgefertigte Hausgiebel die Fachwerkbalken ein und verfüllten die entstandenen Gefächer mit Gips. Den Abschluss bildete eine gemeinsame Fahrt ins Freilichtmuseum Bad Sobernheim.
Dort lernten die Schüler bei den Mitmachaktionen "Druckwerkstatt", "Altes Handwerk", "Buttern und Backen", "Wäsche waschen" und "Vom Korn zum Brot" alte Arbeits- und Lebensweisen kennen.
Mit dieser Projektwoche und ähnlichen Veranstaltungen will die Stiftung den Kindern ein Leben im Fachwerkhaus näherbringen. Das gebastelte Fachwerkdorf, die Giebelwände sowie ein Film samt Fotos werden im September anlässlich einer Veranstaltung im neuen Gemeindesaal zu sehen sein. red