Ein Festival der 260 Stimmen

Der 14. Sängertag der Verbandsgemeinde Thalfang bringt in Heidenburg zahlreiche Chöre zusammen. Am meisten beeindrucken die Kinder und Solisten unter den 260 Stimmen, aber es gab auch zwei Absagen.

Die Kirchenchöre aus Heidenburg und Büdlich eröffneten den Sängertag der VG Thalfang gemeinsam. Foto: Herbert Thormeyer (doth), HERBERT THORMEYER ("TV-Upload Thormeyer"
Ausflug ins Musical: Selina Dohr (links) und Janina Jungbluth überzeugen in Heidenburg. TV-Foto: Herbert Thormeyer. Foto: Herbert Thormeyer (doth) ("TV-Upload Thormeyer"

Heidenburg "Singt aus tiefster Seele, denn Gesang heilt die ganze Welt": Mit dieser fast philosophischen Aufforderung von Marianne Kohl, der Vorsitzenden des Kirchenchors Heidenburg, hat der 14. Sängertag in der Verbandsgemeinde Thalfang begonnen. Diese Tradition füllte die Mehrzweckhalle des Dorfs mit schönen Stimmen und jungen Gesangstalenten.
Kurz zuvor mussten zwei Chöre, der Evangelische Kirchenchor und der Projektchor der Verbandsgemeinde Thalfang, wegen ihres erkrankten Dirigenten Oliver Bölsterling absagen. Doch acht Chöre aus Berglicht, Heidenburg, Gielert, Deuselbach, Bäsch, Malborn und Büdlich, der Chorwurm der Grundschule Thalfang und die beiden Solistinnen Selina Dohr und Janina Jungbluth brachten noch 260 Stimmen zusammen.
"Hier wird bewiesen, dass Musik für Jung und Alt gut ist. Sie macht glücklich und ist ein wahres Allheilmittel", findet Marianne Kohl. Die beiden ausrichtenden Vereine aus Büdlich und Heidenburg begannen den Konzertabend gemeinsam mit klassischen Stücken, über ein traditionelles, zweisprachig gesungenes indianisches Lied bis zum berühmten "Ein bisschen Frieden", das die Saarländerin Nicole beim Grand Prix berühmt gemacht hatte.
Mehr als Gesang boten 65 Grundschüler aus Thalfang, die sich Chorwurm nennen. Unter der Leitung von Nicole Schiffmann waren nicht nur Kinderlieder einstudiert worden.
"Das Geschenk von Sportfreunde Stiller und Keine Maschine von Tim Benzko kannten die Kinder schon auswendig", freut sich die Pädagogin, denn so saßen die Stücke schnell. Und mehr noch: Die Kinder sangen nicht nur, sie stellten die Lieder regelrecht dar, mit intensiver Körpersprache und allerlei Accessoires wie Hüten oder Bilderrahmen.
Das beeindruckte das Publikum und brachte den jungen Sängern viel Applaus.
Heidenburgs Ortsbürgermeister Werner Treinen, der Verbandsgemeindebürgermeister Marc Hüllenkremer vertrat, findet: "Genau das macht Thalfang zu einer lebenswerten Verbandsgemeinde." Dietmar Thömmes vom Kreischorverband Bernkastel-Wittlich sprach Respekt und Anerkennung für die Gesangsleistungen aus.
Für einen besonderen Höhepunkt sorgten die beiden Sängerinnen Selina Dohr und Janina Jungbluth. Deutlich war zu hören: Das sind ausgebildete Stimmen. Es ging quer durch große Musicals war ein besonderer Klanggenuss.

Mehr von Volksfreund