Ein Flame mit Herz für Wintrich

Der Belgier Werner Marginet kennt Wintrich gut - viele Urlaube hat er in dem Dorf verbracht. Seit er dort auch einen Zweitwohnsitz hat, engagiert er sich für den Weinlehrpfad. Nun ist er Vorsitzender des Fördervereins.

Wintrich. "Ein Flame mit einem Herz für Wintrich" ist nun erster Vorsitzender des Fördervereins Weinlehrpfad Wintricher Großer Herrgott. Der Belgier Werner Marginet (49) ist bei der Generalversammlung des Vereins in dieses Amt gewählt worden. Die Mitglieder bestätigten den zweiten Vorsitzenden Kurt Erz im Amt. Achim Bau als Kassierer, Hans Günther Krämer als Beisitzer und Sabine Kilburg-Schäfer als Schriftführerin komplettieren den neuen Vorstand. Zum erweiterten Vorstand zählen Andreas Bollig, Hans-Walter Köhnen, Heinz Schneider, Hans-Otto Linden, Christoph Gibbert und Hans-Otto Gorges.

Werner Marginet, nach Hans-Otto Linden, Hans-Otto Gorges und Monika Berg-Beicht der vierte Vorsitzende, kam vor 22 Jahren zum ersten Mal als Tourist nach Wintrich und hat damals sein Herz an die Mosel und das Dorf Wintrich verloren. Seit mehr als 15 Jahren hilft er bei der Weinblütenwanderung, und seit er dort seinen zweiten Wohnsitz hat, hilft er bei den Arbeiten, die dabei anfallen.

Bis zu 10 Mal pro Jahr machte Marginet in der Vergangenheit Urlaub in Wintrich. So sieht er den Ort auch mit den Augen eines Touristen. In seiner Heimat Flandern war er viele Jahre in der Tourismus- und Medienbranche aktiv, etwa fünf Jahre lang im Vorstand der staatlichen flämischen Fernsehsenders und von "Tourisme Oost-Vlaanderen" .

Marginet will neue Ideen einbringen, ohne die Tradition des Vereines zu vergessen. Er machte darauf aufmerksam, dass dieser Verein wichtig für jeden Winzer, jeden Gastgeber und jeden Inhaber eines Geschäftes ist. Er hofft darauf, dass viele Helfer bei den anfallenden Arbeiten rund um den Weinlehrpfad ihre Hilfe anbieten. red

EXTRA FöRDERVEREIN



Der Förderverein Weinlehrpfad Wintricher Großer Herrgott ist für mehrere Wanderwege, den Weinlehrpfad zum Großer Herrgott, das Freilichtmuseum, Bildstöcken und den Rastplatz Rondeltal verantwortlich. Am zweiten Samstag im Juni organisiert er die Weinblütenwanderung, die jedes Jahr etwa 1000 Besucher aus Deutschland und den Nachbarländern anlockt. Im kommenden Jahr feiert der Verein, der 122 Mitglieder hat, sein 25. Jubiläum. Am Samstag, 9. April, werden von 9 Uhr an mehrere Renovierungsarbeiten in Angriff genommen. So soll gegenüber dem "Großen Herrgott" eine Trockenmauer gebaut werden. red