Ein ganzes Dorf sagt "Danke"

GONZERATH. (urs) Eine ununterbrochene Dienstzeit von 25 Jahren ist eine lange Zeit. Für den Gonzerather Vereinsring ist sie Grund genug, seinen Gemeindechef Felix Assmann mit allen Ehren, vor allem aber mit viel Spaß zu verabschieden.

Humorvoll, doch mit allen Ehren verabschiedete der Gonzerather Vereinsring seinen langjährigen Gemeindechef Felix Assmann. Im Verlauf des gut dreistündigen Programms wechselten Musik, Gesang und unterhaltsame Darbietungen mit Laudatio und Rückblick einander ab. Und wer wie Sportverein und Schützen nicht mit einem passenden Beitrag auf der Bühne aktiv war, der trug bei der Bewirtung zum Gelingen des Fests bei. Mit ausgewählten Stücken nahmen Männergesangverein und Kirchenchor ihren Part wahr. Ur-Gonzeratherin Henny Baranowsky konnte allerdings nicht umhin, den Liedbeiträgen noch ein kleines Gedicht hinzu zu fügen. In Versform lobte sie die Auffassungsgabe des Alt-Ortsvorstehers, der mehr als einmal "die Situation schnell gerafft und mit Bravour aus der Welt geschafft" habe. Und auch Mut hätte er bewiesen, erinnerte sie, begleitet vom wohlwollenden Lachen der Anwesenden, an Assmanns couragierten Einsatz gegen einen Bewaffneten. Der Humor kam selbst bei der Laudatio von Gerd Schmitz nicht zu kurz. Dieser hielt den Gästen den Einsatz Assmanns beim Bau der Schackberghalle vor Augen.Überraschungen machen Assmann (fast) sprachlos

Als Erster sei er zum Arbeiten gekommen - wie viele von ihnen "als Hilfsarbeiter" - und als Letzter gegangen. "Wer damals dabei war, erinnert sich noch gerne daran", sagte Schmitz in seinem Rückblick. Er vertrat den durch einen Bundeswehr-Einsatz verhinderten Vereinsrings-Vorsitzenden, Rainer Schneider. Jemandem, der sein halbes Leben in den Dienst der Allgemeinheit gestellt habe, gebühre Dank und Anerkennung, betonte Schmitz. Ebenso wie der dahinter stehenden Familie, zu deren Lasten das gehe. Morbachs Bürgermeister Gregor Eibes hob die Verlässlichkeit seines bisherigen und künftigen zweiten Beigeordneten hervor. Zudem denke er, dass Assmann bei Entscheidungen "immer den goldenen Mittelweg gefunden" habe. Den offiziellen Teil lockerte Christoph Steinmetz auf: Als Besen schwingender Hausmeister setzte sich der Moderator für eine Zugabe der Großen Garde ein. Was ihm wegen deren sportlicher Darbietung allerdings erst nach einigen Fläschchen Wasser gelang. Ein Tribut, den er bei den Nachwuchs-"Hejele" nicht leisten musste. Sie hätten offensichtlich ungern ohne Zugabe die Bühne verlassen. Unermüdlich waren auch die Kindergartenkinder, die sich von Assmann mit "Schokolade" - getanzt, gesungen und in echt - verabschiedeten. Nach dem "Danke, Felix"-Rückblick, den der Ortsbeirat als professionelle Bilderschau aufbereitet hatte, trat der Spielmannszug der Feuerwehr auf, für den kurz darauf die Pflicht beim Weinfest der Mittelmosel rief. Für den Abschluss des Fests sorgte die Jugendgruppe "Besenbinner" mit einer lustigen Märchen-Aufführung. Außer dem Riesen-Fest gab es weitere Geschenke für den Geehrten. Die Vereine hatten für einen Reisegutschein zusammen gelegt und die Ratsmitglieder - aus eigener Tasche - für den Besuch der Sylvester-Gala mit André Rieu. Überraschungen, mit denen Assmann nicht rechnete: "Ihr habt mich selten sprachlos gesehen - ihr habt es aber beinahe geschafft", gestand er gerührt. Schließlich habe er nur seine Pflicht getan, wenn auch sehr gern. Das viele Lob für seine Leistungen als Gemeindechef gab Assmann an alle zurück: "Die Arbeit kann nur so gut sein, wie die Unterstützung es war."