Ein Gebäude für Jung und Alt
In der Gemeinde Landscheid wurden in den letzten Monaten viele Projekte für Kinder und Jugendliche sowie zur Verbesserung der Wohnqualität verwirklicht. Unter anderem gibt es heute eine Hortgruppe.
Landscheid. (fsc) Landscheid hat einen Kindergarten und eine Grundschule. Die Nachfrage für eine Ganztagsbetreuung in beiden Einrichtungen nimmt immer weiter zu. Anstelle zweier teurer Einzellösungen entschlossen sich die Landscheider dazu, eine Hortgruppe einzurichten. In dieser gemischten Gruppe werden Kindergartenkinder und nachmittags Grundschulkinder betreut. Da es weitere Anfragen für Ganztagsplätze und Hortkinder gibt, werden die Kapazitäten ab August aufgestockt. Dazu wurden der Kindergarten und das angrenzende ehemalige Schwesternhaus renoviert. Eine Küche wurde angeschafft und die Sanitäranlagen erneuert. Das Schwesternhaus wurde zudem behindertengerecht umgebaut. So kann das Haus außer vom Kindergarten und einer Messdienergruppe auch von Senioren im Rollstuhl genutzt werden. Das Gebäude ist somit zu einem Art Dorfgemeinschaftshaus geworden, in dem sich Jung und Alt begegnen. Für Bürgermeister Ewald Heck ist die Erweiterung des Kindergartens "eine zukunftsweisende Entscheidung, die auch dazu dienen soll, junge Familien im Ort zu halten."
Als weitere Maßnahme entstand in Zusammenarbeit mit dem Sportverein im ehemaligen Tennishaus ein Jugendraum und daran angrenzend ein Bolzplatz.
Für die nächsten Monate sind weitere Projekte geplant. Im Ortsteil Niederkail soll ein Buswartehäuschen gebaut werden. Außerdem begann die Planung zur Schaffung von Polderflächen, die die Hochwasserlage des Kailbachs bei Unwettern drastisch entschärfen soll. Im Ortsteil Burg wird der Friedhof neu gestaltet. Außerdem hofft Bürgermeister Heck darauf, dass nächstes Jahr Förderanträge für ein Dorfgemeinschaftshaus in Burg bewilligt werden.
Landscheid hat drei Neubaugebiete, ein Lebensmittelgeschäft, einen Garten- und Getränkemarkt mit Postagentur, eine Bäckerei, eine Zahnärztin und viele weitere Betriebe mit insgesamt 600 Arbeitsplätzen. Was Ewald Heck noch fehlt sind Nachfolger für Arzt und Apotheker, die beide in den letzten Monaten aus Altersgründen aufhörten. Die 2300-Einwohner-Gemeinde Landscheid hat sonst alles, was man braucht.