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Ein Gewinn für Winzer und Gastronomen

Ein Gewinn für Winzer und Gastronomen

Der Wettbewerb "Der beste Schoppen" wurde 1999 aus der Taufe gehoben. Inzwischen führen 183 Gaststätten, Restaurants und Hotels - nicht nur an der Mosel - die Plakette "Haus der besten Schoppen". Gestern wurden in Kröv vor über 300 Gästen die Siegerweine 2011 präsentiert.

Kröv/Meerfeld. Frank Weiler, Inhaber des Landhotels Maarblick in Meerfeld, ist überzeugt: "Gäbe es diesen Wettbewerb noch nicht, müsste er erfunden werden." Der Hotelier, der in dem Eifelort ein Restaurant, Café und Hotel mit 48 Betten betreibt, ist von Anfang an mit dabei. Das heißt seit zwölf Jahren. So lange gibt es den Wettbewerb "Der beste Schoppen" an der Mosel. Der Grundgedanke: Förderung der Qualität der offenen Weine (Schoppenweine) in der heimischen Gastronomie.
Image der Region fördern


Frank Weiler: "Die Auszeichnung ,Haus der besten Schoppen\' ist eine Bestätigung, dass bei uns gute Weine ausgeschenkt werden."
26 Weine hat Weiler im Restaurant im offenen Ausschank, davon 20 Gewächse von der Mosel - viel mehr als manch ein Gasthaus an der Mosel. Um 20 Prozent sei der Weinumsatz in seinem Restaurant im Vergleich zu anderen Getränken gestiegen, sagt Weiler. Er hat festgestellt, dass viele Biertrinker nicht einmal wüssten, was ein Weinschoppen ist. Der Wettbewerb kläre auf und habe die Wein- und Esskultur deutlich verbessert. Weiler: "Zu einem guten Essen gehört ein gutes Glas Wein."
Dem kann Rolf Pohl vom Hotel-Restaurant Pohl in Kinheim nur zustimmen. Auch er schenkt in seinem Haus den Gästen, viele kommen aus Großbritannien, "beste Schoppen" aus. Alle Weine sind ausschließlich an der Mosel gewachsen. Pohl: "Es ist ein echter Wettbewerb.
Bei den Vorproben geht es objektiv und gerecht zu." Er würde es begrüßen, wenn sich noch mehr Gastronomen beteiligen würden. Pohl: "Das kann dem Image der ganzen Region nur förderlich sein."
Qualität der Weine verbessert


Träger des Wettbewerbs sind die Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz, die Industrie- und Handelskammer Trier, die Gebietsweinwerbung Mosel, das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Mosel und der Hotel- und Gaststättenverband Rheinland. Für Ansgar Schmitz, Geschäftsführer der Gebietsweinwerbung, steht fest: "Seit Einführung des Wettbewerbs, der sich zu einem Netzwerk von mehr als 500 Gastronomie- und Weinbaubetrieben entwickelt hat, ist die Qualität der Schoppenweine stetig besser geworden."
Die Siegerweine 2011 in den acht Wettbewerbskategorien Elbling trocken: 2010er Elbling Qualitätswein, Weingut Hellershof-Zilliken, Nittel, ausgeschenkt in Müllenthaler\\'s Parkhotel, Konz, und Zillikens Sektscheune, Nittel. Weiße Burgundersorten trocken: 2010er Mosel Weißer Burgunder Classic, Weingut Klein-Götz, Bruttig-Fankel, ausgeschenkt im Café-Pension Dören, Bruttig-Fankel. Rivaner trocken: 2010er Mosel Rivaner Classic, Weingut Hank, Mehring, ausgeschenkt im Hotel zum Fährturm, Mehring. Riesling trocken: 2010er Poltersdorfer Altarberg Riesling Hochgewächs, Weingut Herbert Pies, Ellenz-Poltersdorf, ausgeschenkt im Wein- und Gästehaus M. Bai, Mesenich, Alte Weinstube Steinfelder Hof, Ellenz-Poltersdorf, und Hotel Gute Quelle, Cochem. Riesling halbtrocken: 2010er Vom Grauen Schiefer Riesling Qualitätswein, Weingut Leo Fuchs, Pommern, ausgeschenkt im Moselstern Hotel Brixiade und Hotel Triton, Cochem, Moselstern Hotel Fuhrmann, Ellenz-Poltersdorf, Moselstern Parkhotel Krähennest, Löf, und Restaurant Zur Linde, Mülheim-Kärlich. Riesling lieblich: 2010er Graacher Himmelreich Riesling Hochgewächs, Weingut Josef-Bernard Kieren, Graach, ausgeschenkt in der Weinstube Weinhexe, Trier, Weinhaus-Hotel Josefshof, Graach, und Restaurant Station Kues, Bernkastel-Kues. Rosé/Weißherbst: 2010er Mosel Spätburgunder Rosé Qualitätswein halbtrocken, Weingut Lutz Hommes, Ernst, aus geschenkt im Hotel-Restaurant Zur Schönen Aussicht, Cochem. Rotwein trocken: 2007er Longuicher Hirschlay Spätburgunder Qualitätswein, Weingut Burgkeller, Longuich, ausgeschenkt im Gasthaus Zur Linde, Hockweiler. Die Liste der "Häuser der Besten Schoppen" sowie weitere Informationen zum Wettbewerb gibt es im Internet unter www.derbesteschoppen.de