Ein Hauch von Nostalgie

Es war einer der Höhepunkte der Veranstaltungsreihe zur 1000-Jahrfeier des Weinortes Reil. Zu diesem großen Anlass hatte die Gemeinde das Heimatvarieté "Saalü" verpflichtet, das in diesem Jahr durch das Chawerrusch-Theater aus Herxheim mit neuen Geschichten aus Dorf und Saal in Reil gastierte.

Reil. (khg) Anstatt der bisher beim Reiler Theater genutzten Turnhalle wurde jetzt die frühere "gute Stube" der Reiler, der Saal des Gasthauses Wolfgang Peter ( früher "Kehne"), ausgesucht, um dem Spektakel zum 1000-jährigen Bestehen des Weinortes Reil einen würdigen Platz zu geben. Über 200 Besucher kamen am Wochenende zum Heimatvarieté "Saalü".

Erinnerungen an Fastnacht, Herbstball und Kirmes



Ein Hauch Nostalgie machte sich breit, als die Moderatorin Felix S. Felix mit ihrem Kollegen Thomas Kölsch an alte Geschichten des legendären Saales erinnerte: an frühere Früh"schöppcher" an Fastnacht, Herbstball, Kirmes und den berühmten Sauerbraten von "Kehne". Neben den Moderatoren sorgten die beiden Musiker der Truppe, Klaus Schirner und Volkmar Hahn, für hervorragende Stimmung im Saal.

Das in der Region bekannte Heimatvarieté "Saalü" zieht seit 15 Jahren mit der Unterstützung des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur mit Geschichten aus dem Dorf erfolgreich durch das Land.

Unter der Leitung von Martina Helffenstein ist ein Geheimnis des Dauerbrenners "Saalü": Die lebhafte und lebendige Dorfkultur wird von der Saalü-Truppe mit Professionalität und viel Liebe kabarettistisch-komödiantisch in Szene gesetzt. Ein weiteres Erfolgsgeheimnis: Ortsbürgermeister, Vereine und Dorfgemeinschaft waren in das "Spektakel" miteinbezogen. So machte der Musikverein unter der Leitung von Natalie Schnabel mit schmissigen Melodien den Anfang. Auf die Schippe genommen wurde die Fahrkartenausgabe des Reiler Hauptbahnhofs, ehe Ortsbürgermeister Artur Greis den Sinn und Zweck eines der letzten Exemplare der früheren Ortsrufanlage in Reil präsentierte.

Helma Schuh und Hildegund Treis sprachen mit Begeisterung von früheren schönen Karnevalszeiten. Neben den beiden "Obermöhnen" zeigten sich dann die übrigen Mitglieder der Möhnen mit farbenprächtigen Kostümen. Auch der Männergesangverein "Cäcilia" unter der Leitung von Georg Engel unterhielt die begeisterten Besucher mit einigen Liedvorträgen. Eine "neue" Version der Reiler Sage vom Teufel und Pfalzgraf beschrieben Theo Greis und Frank Brohl vom Reiler Theaterverein.