Zwei-Tage-Konzept geht beim Festival in Salmtal auf : Ein hitziges Wochenende mit viel Musik

Tausende Besucher haben am Wochenende beim vierten „Bullenhitze“-Festival in Salmtal gefeiert.

„Psssssst“ steht an der Fassade des Salmtalstadions. Ein Bettenfachgeschäft aus Mühlheim-Kärlich hat auf der Wand eine Werbebotschaft hinterlassen. Ans Schlafen war am Wochenende auf der Wiese neben der Salmtaler Fußballarena aber nicht zu denken. Bis in den frühen Morgen haben Tausende Besucher am Wochenende beim „Bullenhitze“-Festival gefeiert.

Los ging es dieses Jahr schon am Freitag. In den vergangenen Jahren dauerte das Open-Air nur einen Tag. Die Organisatoren von der Jugendgruppe Stierstall haben aber ihr eigenes 30-jähriges Bestehen und den 50. Geburtstag ihres Heimatdorfes zum Anlass genommen, das Fest auszuweiten. Live-Musik gab’s also diesmal freitags und samstags.

Beim Publikum kam das gut an. Freitags war das Gelände neben dem Stadion bereits gut besucht. Am Samstag hat sich dann aber noch deutlich mehr Volk auf der großen Wiese versammelt. Angereist sind die Zuschauer aus den umliegenden Dörfern, aber auch aus Trier und der Eifel.

Freitags brachten die zwei regionalen Bands Winston Rocket und Spy Kowlik die Leute zum Tanzen. Höhepunkt am Abend war aber die Show der Rage Against The Machine Tribute-Band „Renegades of Funk“. Viel näher an der kalifornischen Crossover-Band könnten die vier Kölner kaum sein. Eine echte Alternative für Fans. Denn die Originalband hat sich leider 2018 aufgelöst.

Noch mehr Mitgröhlfaktor gab es dann bei der Coverband Fused am Samstag. Die Gruppe, die Salmtal schon zum zweiten Mal beehrte, präsentierte bekannte Songs aus allen erdenklichen Spielarten der Rockmusik – Ausflüge in den Metal und Hip-Hop inklusive. Zwischen Bon Jovi und den Fantastischen Vier, Linkin Park und Bakkushan war wohl für jeden was dabei. Das Publikum jedenfalls forderte am Samstag zwei Zugaben von der Band, die an diesem Abend womöglich an die 50 Songs gespielt hat.

Bis 2 Uhr nachts blieben Fused dann noch auf der Bühne, auch wenn Sänger Stefan Ahme zwischenzeitig fürchtete, dass man seine Band wegen nächtlicher Ruhestörung „noch irgendwann rausschmeißt.“ Dazu kam es dann allerdings nicht.

Nachdem auf der Hauptbühne der Stecker gezogen wurde, ging der Abend, oder besser der Morgen, mit Handmade3 dann gemütlich zu Ende. Das Akustik-Trio von der Mosel hat den verbliebenen Zuschauern noch einige Gute-Nacht-Lieder gesungen. Kurz vorm Sonnenaufgang verabschiedeten sich dann aber doch auch die letzten Leute vom Festivalgelände.

In zwei Jahren können sie wiederkommen. Dann herrscht in Salmtal wieder „Bullenhitze“. Ob bei der fünften Auflage wieder zwei Tage gefeiert wird, ist noch unklar. Die Resonanz dürfte aber dafür sprechen.

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