Ein idealer Weg für Aufsteiger

Als idealer Weg für Aufsteiger präsentiert sich der rundum erneuerte Enkircher Steillagenpfad. Zur offiziellen Eröffnung hatten sich rund 50 Wandersleute eingefunden. Ihr Ziel war der Hubschrauberlandeplatz auf "Kirst", wo sie sich mit Enkircher Weinen und einem deftigen Imbiss stärken und an den prächtigen Ausblicken ins Moseltal kaum sattsehen konnten.

Enkirch. Vor 20 Jahren hatte der Enkircher Winzer Wolfgang Immich als Gemeinderatsmitglied der Freien Wählergemeinschaft den Anstoß gegeben, einen Steillagenpfad zu errichten. "Enkirch hatte damals als erster Ort einen solchen Weg", sagt Immich nicht ohne Stolz und ergänzt: "Das haben wir uns nirgends abgeguckt". Er habe damit den schwierigen Weinbau in diesen Lagen verdeutlichen und auf die einmalige Landschaft hinweisen wollen.

9500 Euro hat die Wiederherstellung des in die Jahre gekommenen und letztlich kaum mehr begehbaren Weges gekostet (der TV berichtete), der jetzt eine Attraktion und Bereicherung für das Weindorf ist. Einheimische und viele Urlaubsgäste aus ganz Deutschland hatten sich denn auch zünftig ausgerüstet am Brunnenplatz eingefunden und waren gespannt auf den Aufstieg. Zunächst ging es ganz gemütlich durch die Weinlagen Herrenberg und Zeppwingert zur Ellergrub, wo in den Steillagenpfad eingestiegen wurde und die ersten ins Schnaufen kamen.

Für Sicherheit sorgen jetzt Holz- und Metallgeländer sowie 36 Stufen aus Beton, und die Wandersleute waren durchweg begeistert von dem Pfad.

Ortsbürgermeister Karl-Heinz Weisgerber freute sich über die vielen Gäste und stellte zufrieden fest, dass sich die Maßnahme gelohnt habe.

Schunkeln hoch über dem Tal



Weinkönigin Simone und Weinprinzessin Nadja ermunterten zum Wandern, und passend dazu intonierte Eberhard Schneider aus Starkenburg das Lied "Ich bin nur ein armer Wandergesell". Später sang er mit dem Enkircher Bacchus Dieter Kansky im Duett, und hoch über dem Tal wurde kräftig geschunkelt und die Wiedereröffnung des Weges gefeiert. Verbandsgemeindebürgermeister Ulrich K. Weisgerber dankte allen ehrenamtlich Tätigen, die die Wanderwege in Ordnung halten. Er hoffe, dass der Steillagenpfad gut angenommen werde. Eine Aussichtskanzel neben dem Hubschrauberlandeplatz gehört auch zu dem Projekt, das vom EU-Programm Leader-Plus und dem Land Rheinland-Pfalz mit insgesamt 6000 Euro gefördert wurde.