Ein Job für Sportliche mit Faible für frische Luft

Wittlich/Trier · Bei der Suche nach einer Lehrstelle sind die Schüler des Kurses "Fit für den Job" am ÜAZ Wittlich um eine Erfahrung reicher: Im Rahmen des KLASSE!-Projekts hatten sie einen Ausbildungs-Infotag bei der Post gewonnen.

 Der Kurs „Fit für den Job“ des ÜAZ Wittlich bei seinem Besuch im Briefzentrum Trier. TV-Foto: Björn Pazen

Der Kurs „Fit für den Job“ des ÜAZ Wittlich bei seinem Besuch im Briefzentrum Trier. TV-Foto: Björn Pazen

Foto: BJoern Pazen (BP) ("TV-Upload Pazen"

Wittlich/Trier. Wenn ein Kurs "Fit für den Job" heißt, ist klar, worum es geht: den Start ins Berufsleben, die Ausbildung. Und somit hätte es beim TV-KLASSE!-Projekt keinen besseren Gewinner für einen Ausbildungs-Informationstag bei der Post geben können als dieser Kurs des Überbetrieblichen Ausbildungszentrums (ÜAZ) Wittlich, der durch das Landesarbeitsministerium aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert wird.
Am Donnerstag war der Kurs beim KLASSE!-Partner Post zu Gast, erfuhr alles über die Ausbildung und konnte sich einen potenziellen Ausbildungsort bei der Besichtigung des Briefzentrums im Trierer Hafen gleich anschauen, wo täglich rund 30 000 Briefe bearbeitet werden. Otmar Becker, der Ausbildungsleiter für den Bereich des Briefzentrums Trier, zu dem auch Wittlich gehört, erläuterte den Jugendlichen alle wichtigen Themen rund um die Ausbildung zum FKEP, der Abkürzung für Fachkraft für Kurier-, Eil und Postdienstleistungen - wie der frühere Briefträger heute heißt.
Die wichtigsten Kriterien sind ein Berufsreife- oder Realschulzeugnis, gute Noten in Deutsch und Sport sowie die Lust auf frische Luft. "In der Ausbildung sind die Zusteller entweder zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs, daher sollten sie auch sportlich sein", sagte Becker.
Die ÜAZ-Schüler sahen in einem Film, warum es für die FKEP auch heute noch wichtig ist, Hundefutter bei sich zu haben, wie die Post vorsortiert und schließlich ausgetragen wird. Rund zehn Azubis werden im Bereich des Briefzentrums Trier jedes Jahr eingestellt, dabei wird versucht, die Jugendlichen heimatnah einzusetzen, zum Beispiel in den Zustellstützpunkten Wittlich oder Mülheim/Mosel.
Allerdings müssen die Bewerber auch bereit sein, früh aufzustehen, die Arbeitszeit beginnt um 6.30 Uhr. "Wir erwarten Freundlichkeit gegenüber den Kunden - aber dafür bieten wir auch sehr gute Übernahmechancen", betonte Becker. Dank des Internethandels boome vor allem der Bereich der Paketzustellung beim Post-Unternehmen DHL.
Daneben erfuhren die Jugendlichen vom ÜAZ, wie viel man verdient, wie man sich bewirbt und in einem von Trierer Azubis gedrehten Film, wie sich ein Brief vom Absender auf den Weg zum Empfänger macht. So richtig konnte zwar noch keiner der ÜAZ-Schüler die Frage, ob sie eine Ausbildung bei der Post interessiere, mit Ja beantworten, aber: "Sie sind aber alle noch in der Findungsphase", sagte Lehrer Elmar Klodt. BP