Ein Leben für die Seelsorge

DREIS. (red/sos) Vor 86 Jahren wurde er in Trier geboren. In der Dreiser St. Martinskirche hat Pastor Heinrich Schlags nun sein diamantenes Priesterjubiläum gefeiert. Seine seelsorgerische Arbeit führte ihn in 60 Jahren in viele Pfarreien der Region. In Dreis, der Heimat seiner langjährigen Haushälterin, verbringt er seinen Ruhestand.

Zu dem besonderen Anlass in der voll besetzten St. Martinskirche gestalteten die Kirchenchöre der Seelsorgeeinheit Arenrath, Bruch, Dreis und Gladbach das Festhochamt. Im Anschluss an die Messe gab es Ständchen und Gratulationen für den Jubilar - unter anderem vom Ortsbürgermeister und von der Pfarrgemeinderatsvorsitzenden. Die Festpredigt hielt Joachim Heider."Seine" erste Kirche steht nicht mehr

Die Gemeinde dankte Heinrich Schlags, Pfarrer im Ruhestand, zu seinem Diamantenen Priesterjubiläum besonders dafür, dass er in den Orten der Seelsorgeeinheit und den Nachbargemeinden immer gerne und bereitwillig aushalf, wo immer ein Priester fehlte. Zum Priester geweiht wurde der Geehrte am 2. Dezember 1944 in der Krypta des Trierer Doms, kurz nachdem im November die bevorstehende Evakuierung der gesamten Trierer Bevölkerung angekündigt worden war. Seine Primiz feierte Neupriester Heinrich Schlags tags darauf in seiner Heimatpfarrei St. Gervasius. Die Kirche war am Kriegsende zerstört. Heute ist dort das Angela-Merici-Gymnasium zu finden. Von 1946 bis 1948 war Heinrich Schlags Hausgeistlicher im Dauner Krankenhaus, übernahm 1948 die geistliche Leitung der damaligen Kinderheilstätte Maria Grünewald in Wittlich, und von 1956 bis 1968 wirkte er als Pastor in Oberehe. 1968 übertrug ihm der Bischof die Pfarrei Steinberg, zu der 1977 Konfeld-Morscholz hinzukam. 1972 bis 1983 war Pastor Schlags Dechant des Dekanats Wadern. Als er mit Beginn seines 75. Lebensjahres entsprechend den Richtlinien des Bistums in den Ruhestand versetzt wurde, führte ihn sein Weg nach Dreis. Im Pfarrbrief seiner neuen Heimat heißt es: "Seine Bereitschaft, pastorale Dienste zu übernehmen, führte ihn in fast alle Pfarr- und Filialgemeinden des alten Dekanats Klausen und darüber hinaus. Wir möchten uns dafür bei ihm von Herzen bedanken."