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"Ein Meister ist einer, der was drauf hat"

"Ein Meister ist einer, der was drauf hat"

Die Handwerkskammer Trier hat goldene Meisterbriefe verliehen. 31 Handwerksmeister aus 17 verschiedenen Innungen sind ausgezeichnet worden. Der TV war mit dabei und kam mit den Jubilaren ins Gespräch.

Trier Im Tagungszentrum der Handwerkskammer Trier herrscht ehrenvolle Stimmung. 31 Handwerksmeister aus dem Raum Trier sind zusammengekommen, um in festlicher Atmosphäre ihren goldenen Meisterbrief entgegenzunehmen, der sie für ihr 50-jähriges Bestehen der Meisterprüfung auszeichnet. Rudi Müller, der Präsident der Handwerkskammer, fasst die Vergabe zusammen: "Die Verleihung der goldenen Meisterbriefe ist eine besondere Wertschätzung. Es geht nicht einfach um das Datum der 50 Jahre, sondern auch darum, den Wert für die Gesellschaft zu berücksichtigen.
Die Handwerksmeister haben vielen Menschen Arbeit gegeben und viele von ihnen sind auch ehrenamtlich tätig." Nacheinander wird den Handwerksmeistern der goldene Meisterbrief von Rudi Müller überreicht, so auch Karl Josef Nellinger. Vor genau 50 Jahren erhielt der Zimmerermeister aus Waldrach mit 23 Jahren seinen Meisterbrief. Nicht ganz ohne Stolz erzählt er, dass er einer der ersten Landessieger in Rheinland Pfalz des Zimmererhandwerks war. "Damals fand die Prüfung noch in Mainz statt", erinnert er sich.
Der 74-jährige Zimmerermeister kann auf eine lange Tradition zurückblicken. "Schon mein Urgroßvater war als Zimmermann tätig, und mein Vater und Großvater haben nach den beiden Kriegen die Dächer der Kirchen im Ruwertal wieder aufgebaut. Damals musste man noch alles von Hand machen das war noch schwere Arbeit," erzählt er. Karl Josef Nellinger selbst hatte seine Lehre vor 58 Jahren begonnen und sich vor zehn Jahren in den wohl verdienten Ruhestand begeben. "Besonders freut es mich, dass man das Handwerk noch ehrt," sagt er im Bezug zur Veranstaltung und ergänzt: "Ein Meister ist einer, der was drauf hat. Heute soll es auch ohne den Meisterbrief gehen, aber wer es früher nicht richtig gelernt hat, kann auch nix weitergeben."
Den Goldenen Meisterbrief erhalten haben: Johann Hoffmann, Aloys Huwer, Eduard Schumacher, Werner Longen, Günther Rothbrust, Karl-Heinz Born, Harry Manz, Hans Josef Ripping, Werner Goerlich, Günther Bambach, Mathias Josef Erz, Hermann Lauterbach, Adolf Proksch, Dieter Weinandi, Nikolaus Reinert, Oswald Esch, Theo Hött, Alois Schawel, Georg König, Hermann Künzer, Hans Günther Geulich, Alwin Herz, Friedrich Körperich, Hermann Traut, Franz Veit, Herbert Beicht, Rudolf Budzisch, Gerd Dupré, Friedrich Zilliken, Karl Josef Nellinger und Bernhard Waldorf.