Ein Name mit gutem Klang soll Arbeitstitel ablösen

Ein Name mit gutem Klang soll Arbeitstitel ablösen

In diesem Jahr soll ein neuer Name für die Verbandsgemeinde Traben-Trarbach gefunden werden. Nun melden sich drei prominente Politiker zu Wort - sie stammen alle aus Kinheim.

Traben-Trarbach/Neuwied. Nach der Fusion der ehemaligen Verbandsgemeinden Traben-Trarbach und Kröv-Bausendorf soll ein einheitlicher, identitätsstiftender und neuer Name gefunden werden.
Das hatte der Rat der Verbandsgemeinde Ende vergangenen Jahres beschlossen. Der aktuelle Name "VG Traben-Trarbach" soll nur ein Arbeitstitel sein. Es ist politisch gewollt, auch die Bürger der ehemaligen VG Kröv-Bausendorf stärker im Namen zu berücksichtigen (der TV berichtete mehrfach).
Aus dem Ort Kinheim stammen drei erfahrene Politiker und Beamte: Dr. Alfred Beth, Staatsminister außer Dienst, Professor Harald Ehses, ehemaliger Oberster Landesgeologe und Diplom-Ingenieur Dietmar Rieth, ehemaliger Landtagsabgeordneter. Die drei Männer, die aus unterschiedlichen politischen Lagern kommen, haben sich vor Kurzem in Mainz zu einem Brainstorming getroffen. Ihr Ziel: Einen Namen für die VG zu finden.
Rieth: " Wir sind relativ schnell zu einem klaren und einfachen Vorschlag gekommen." Auch die aktuelle Empfehlung der New York Times in ihrer Reiserubrik, die Moselregion zu besuchen (der TV berichtete), bestärkte das Trio, einen Namen zu finden und einen Vorschlag zu machen.
Noch ist es ein Zungenbrecher


Rieth: "Wir schlagen vor die neue Verbandsgemeinde VG Mittelmosel zu nennen. Wir sind davon überzeugt, dass dies ein wohlklingender und eingängiger Name ist, der zudem die örtlichen Befindlichkeiten in den ehemaligen Verbandsgemeinden egalisieren würde, ohne das mit diesem Namen irgendjemand sein Gesicht verlieren würde."
Dass der Name eingängig und auch in anderen Sprachen halbwegs verständlich sein soll - für einen US-Amerikaner ist "Traben-Trarbach" ebenso ein Zungenbrecher wie "Kröv-Bausendorf" - war für Rieth und seine Mitstreiter nur logisch. "Es ist sicherlich nur eine untere Hauptverwaltungsebene die einen neuen Namen sucht, aber in einer Tourismusregion mit weltweiter Aufmerksamkeit und in Zeiten in dem das Marketing regional und überregional gedacht werden muss, ist es aus unserer Sicht geradezu zwingend diesen Erkenntnissen Rechnung zu tragen," so Rieth in einem Brief, den er auch an Marcus Heintel, Bürgermeister der VG Traben-Trarbach, gesendet hat. Mit dem Namen "Mittelmosel" werde auch keine Ortschaft bevorteilt, da er sich an einem geografischen Begriff, dem Fluss Mosel, orientiert.
"Als unserer Heimat nach wie vor verbundene ehemalige Kinheimer Bürger fänden wir es gut wenn unser Vorschlag -sicherlich aus einer räumlichen aber nicht emotionalen Entfernung formuliert - Gehör finden würde," schreiben Rieth, Beth und Ehses. Marcus Heintel, Bürgermeister der VG Traben-Trarbach, ist der Inhalt des Briefes bekannt. Er weist dem TV gegenüber aber daraufhin, dass er dem vereinbarten Diskussionsprozess nicht vorgreifen möchte und deshalb die Vorschläge nicht kommentieren will. Dazu hatte der Verbandsgemeinderat einen Fahrplan entwickelt, in dem die Bevölkerung im Laufe dieses Jahres aufgerufen werden soll, Vorschläge einzureichen.
Außerdem soll die Namensgebung in den Prozess der Tourismus-Service-Center eingebunden werden. Anschließend werde dann in den Gremien der Verbandsgemeinde darüber diskutiert und beschlossen. Heintel: "Letztendlich wird dies eine Entscheidung des Verbandsgemeinderates sein, die für die letzte Sitzung im Dezember 2016 vorgesehen ist." hpl

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