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Ein neuer Seelsorger fürs Gefängnis

Ein neuer Seelsorger fürs Gefängnis

Die Justizvollzugsanstalt Wittlich hat einen neuen Gefängnisseelsorger: Seit dem 1. April 2015 ist Pfarrer Michael Kimling-Wegener für die JVA Wittlich als evangelischer Seelsorger zuständig.

Wittlich. Mit einem feierlichen Gottesdienst durch den Superintendenten des Evangelischen Kirchenkreises Trier, Dr. Jörg Weber, wurde der neue Pfarrer der JVA Wittlich offiziell in seinen Dienst eingeführt. Zudem wurde Pfarrer Detlef Hein in den Ruhestand verabschiedet - Hein war seit 2006 für die evangelische Gefängnisseelsorge in der JVA Wittlich zuständig. Jörg Weber würdigte in seiner Ansprache Heins große Fachkenntnis in seiner Tätigkeit als Seelsorger in den vergangenen neun Jahren und betonte: "Sie haben an dieser Stelle dazu beigetragen, dass evangelische Seelsorge und Theologie als vielfältig wahrgenommen wird, Gott sei Dank, denn nur so können wir auch unterschiedliche Menschen in ihren unterschiedlichen Lebensbezügen erreichen." Weber dankte Hein auch im Namen des Kreissynodalvorstandes für seinen Dienst.
Hein bedankte sich für das ihm entgegengebrachte Vertrauen: "Für mich war die Zeit hier eine intensive Zeit. Ich bin dankbar, dass es möglich war, Erfahrungen aus Beratung und Therapie in die Seelsorge einbringen zu können." Hein bezog sich dabei auf seine vielfältigen Erfahrungen unter anderem als Ehe- und Lebensberater, Supervisor (DGSv), Anti-Gewalt-Trainer und Traumatherapeut.
Sein Nachfolger Kimling-Wegener, Jahrgang 1956, war zuvor rund sechs Jahre in den Marienhauskliniken im Landkreis Neunkirchen als Seelsorger tätig, davor prägten verschiedene Aufgaben, unter anderem in einem Mutter & Kind-Kurheim, in einer Reha-Klinik sowie in einer Kinderklinik sein seelsorgerisches Profil, welches durch Qualifikationen im Bereich der Systemischen Arbeit und Seelsorge vervollständigt wird. In seiner Predigt betonte Kimling-Wegener: "Es ist hier ein guter Ort für die Arbeit mit dem Evangelium, weil hier trotz aller Mauern viel Befreiendes und Belebendes passiert. Und es ist eine unendliche Sehnsucht da, dass das Befreiende endlich in den Menschen wirkt." Sein Auftrag sei es nicht, die "Arbeit Christi" zu tun, sondern sich mit denen zu freuen, an denen sie gerade getan wird. "Und oft genug ist es auch meine Aufgabe zu trösten - ich bin auch für die Niederlagen da", beschrieb Kimling-Wegener seinen zukünftigen Auftrag. red