Ein Ort zu Ehren der Gottesmutter

Die Marienkapelle am Rande von Morbach ist im marianischen Jahr 1954 gebaut worden. Sie wird von Gläubigen täglich zum Gebet genutzt.

Morbach. Maria hilf, Maria hat geholfen: In der Marienkapelle am Ende des Morbacher Kapellenweges zur Schmausemühle hin hängen 110 Tafeln mit Aufschriften, in denen kranke, trauernde oder hoffende Gläubige ihren Dank oder ihre Wünsche der Gottesmutter mitteilen. Vor 60 Jahren gebaut und eingeweiht, wird die Kapelle am Rand des Dorfes regelmäßig von Gläubigen zum Gebet oder zur Andacht genutzt. "Hier sitzen jeden Tag Leute, manche kommen regelmäßig an einem festen Wochentag", sagt Franz-Josef Decker, der zusammen mit seiner Frau Gisela seit 2003 die Kapelle pflegt und sauber hält. Die Ausgaben für Blumenschmuck und Kerzen finanziert er von dem Geld aus dem Opferkästchen. Eine Tafel mit Wünschen oder Danksagungen an die Mutter Gottes kann jeder fertigen lassen und selber anbringen, sagt Decker.
Die Kapelle ist ein Ort, an dem Gläubige in Stille ihre persönlichen Anliegen vorbringen können, sagt der Morbacher Pfarrer Michael Jakob. "Jeder sucht den Ort, wo er spirituell verweilen kann", sagt er. Das gelte für alle Kapellen in der Gegend
Anlass für den Bau war das Marianische Jahr 1954. Der damalige Dechant Friedrich Busch regte den Bau einer Marienkapelle an, die Pfarrgemeinde setzte mit Hilfe zahlreicher einheimischer Handwerksbetriebe und weiterer Helfer den Bau 1954 um. Die Holzstatue in der Kapelle, ein Werk des Morbacher Künstlers Rudolf Höfle, wurde 1958 eingeweiht. cst