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Ein Puppenhaus mit viel Liebe zum Detail

Ein Puppenhaus mit viel Liebe zum Detail

Es ist zwar der Traum eines jeden Kindes, doch selbst Erwachsene staunen nicht schlecht, wenn sie davor stehen: Stolze 1,90 Meter misst das Puppenhaus von Elke und Werner Rößler, das aus vier Etagen und neun Zimmern besteht.

Minheim. Das Puppenhaus von Elke (50) und Werner Rößler (56) ist sicherlich keines, auf das man nur schnell einen flüchtigen Blick wirft. Denn es ist nicht mit einem gewöhnlichen Barbiepuppenhaus vergleichbar. Vom Teppich bis zur Kaffeemühle steht das mannsgroße und einen Meter breite Haus einem echten fast in nichts nach.

Im Dachgeschoss spielen Kinder mit ihren Hampelmännern, im Weinkeller findet gerade eine Weinprobe statt und Oma und Opa machen es sich in ihrem Wohnzimmer im zweiten Stock gemütlich.

Wie kommt man darauf, ein solches Haus zu fertigen? "Mein Onkel kam vor etwa zehn Jahren auf die Idee. Einen bestimmten Anlass gab es dafür aber nicht. Er gestaltete dann die Möbel, mein Mann leimte den Corpus und ich war für das Drumherum, zum Beispiel die Dekoration, zuständig", erzählt Elke Rößler.

Mit der Zeit kamen immer mehr Einzelheiten dazu



Ein solches Meisterstück braucht auch seine Zeit: "Ein paar Jahre hat es schon gedauert, bis das Haus fertig war, vielleicht zwei bis zweieinhalb. Es kam mit der Zeit immer wieder etwas dazu, wie der Keller zum Beispiel, oder wir haben etwas abgeändert", so Elke Rößler. Den Jahreszeiten angepasst wird das Haus auch. "An Weihnachten werden dann zum Beispiel Adventskranz und Christbaum aufgestellt", sagt die 50-Jährige.

Das Puppenhaus ist allerdings nicht das Einzige, was das Ehepaar Rößler "so nebenbei" auf die Beine gestellt hat. Im selben Zimmer steht an der Wand entlang aufgebaut ein Alpendorf mit Fachwerkhäusern und Gebirge aus Styropor und Gips. Hier findet man alles, was man auch in einem richtigen Dorf findet: eine Kirche mit läutenden Glocken, Straßenlampen und eine "Alte Dorfschenke".

Einen Winter erlebt das Dorf auch. "Wir streuen dann Pulver darüber, damit es winterlich aussieht", so die begeisterte Bastlerin.

Elke Rößler hat es sich außerdem zum Hobby gemacht, angemalte Dekorationsholzfiguren - der Saison angepasst - zu basteln, die sie auch verkauft. Ihr Puppenhaus jedoch ist unverkäuflich. "Nach einiger Zeit hängt man ja auch daran. Man hat so viel Zeit dafür investiert, da möchte man das Haus nicht verkaufen", erklärt Rößler.