Ein schönes Zentrum

Der Anbau des Piesporter Kindergartens St. Martin macht Riesenfortschritte. Parallel zu der für den Herbst geplanten Einweihung werden sich die Türen des zweiten Kindergartens St. Michael schließen.

Piesport. Seit Oktober ist um Kirche und Kindergarten im Piesporter Ortsteil Niederemmel einiges in Bewegung. Bis Ende des Jahres dürften die Bagger dort aber abgezogen sein. Sofern alles glatt läuft, wird der Anbau der Kindertagesstätte St. Martin im September eingeweiht werden. Laut Leiterin Doris Kettern wird sich die Nutzfläche mehr als verdoppeln. Neben einem dritten Gruppenraum würden zusätzliche Ruhe- und Förderräume geschaffen sowie eine neue Küche mit Essecke. Das entscheidende Plus sei jedoch, dass dann auch Zweijährige aufgenommen werden können. Momentan sind die Jüngsten im Haus zwei Jahre und neun Monate alt.

Mit der Eröffnung der "neuen" Kindergartentagesstätte werden sich die Türen des zweiten, eingruppigen Kindergartens in Alt-Piesport allerdings schließen. Die Entscheidung ist laut Ortsbürgermeister Karl-Heinz Knodt mit Blick auf die Kosten gefallen. In St. Michael, ebenfalls in kirchlicher Trägerschaft, hätten bauliche Investitionen in einer Größenordnung von mehr als 100 000 Euro angestanden. Außerdem sei die Unterhaltung eines Hauses natürlich günstiger als die zweier. Die im Sommer fast 50 Piesporter Kindergartenkinder werden sich aber nicht erst kennenlernen müssen. Denn seit Beginn der Bauarbeiten besuchen die Ganztagskinder von St. Michael und diejenigen, die kein Mittagessen bekommen, St. Martin. Laut Knodt werden 615 000 Euro investiert. Kirchen- und Ortsgemeinde tragen je 35 Prozent, das Land 30 Prozent. Gleich nebenan werde zudem das neue Pfarrheim errichtet. Die Ausschreibungen für die Submission seien auf den Weg gebracht. "Insgesamt wird das ein sehr schönes Zentrum", begrüßt Knodt das kirchliche Engagement. Dieses sei wohl dem Umstand zu danken, dass es im Ort zwei Kirchen und zwei Pfarreien gebe.