Ein Siebenschläfer-Baby namens Emma

Ein Siebenschläfer-Baby namens Emma

Die sechzehnjährige Carmen Horsch hat unter der Haustreppe ein zwei Wochen altes Siebenschläfer-Baby gefunden. Das mausähnliche Tier wurde vermutlich von einer Katze dorthin verschleppt. Seit nunmehr drei Wochen zieht die junge Hetzeratherin ihr "Findelkind" groß.

Hetzerath. (fsc) "Emma" hat Carmen Horsch den Siebenschläfer getauft. Ob es ein Männchen oder Weibchen ist, weiß sie nicht. Aber ihre Aufgabe als Ersatz-Mama nimmt sie sehr ernst.

Alle drei Stunden muss Emma ihre Milch bekommen. Natürlich auch in der Nacht. Dafür stellt Carmen sich den Wecker. Die Nachtschicht teilt sie sich mit ihrer älteren Schwester Natalie. Tagsüber gibt es zusätzlich Obstbrei aus Babygläschen.

Ihr Wissen, was das Richtige für kleine Siebenschläfer ist, bezieht die Sechszehnjährige aus dem Internet. Bisher hat sie offensichtlich alles richtig gemacht. Emma wiegt mittlerweile 27 Gramm und hat ihr Anfangsgewicht damit mehr als verdoppelt.

Tier wird nach dem Winterschlaf ausgewildert



Auch sonst geht es dem Zögling gut. Wenn sie nicht gerade gefüttert wird, spielt Emma mit Carmen und deren Mutter Dorothea. Meistens jedoch schläft sie in ihrem Käfig, schön kuschelig auf einer Wärmflasche.

"Handzahm" ist der kleine Gast, allerdings nicht stubenrein. Aber wer will es dem Tier verdenken, dass beim Spielen und Füttern manchmal ein kleines Malheur passiert.

Bis nächstes Frühjahr wird Emma Dauergast bei Familie Horsch sein. Vom ersten Frost bis zum Frühling wird sie Winterschlaf halten. Danach wird sie im nahen Wald ausgewildert. So lange muss man warten, weil das Tier sonst keine Überlebenschance hätte.

Demnächst fährt Familie Horsch in Urlaub. Dann wird ein Familienmitglied mehr im Auto sein. Denn in den Urlaub fährt Emma natürlich mit.