Ein Sommer voller Kultur

Bernkastel-Kues/Trier. (red) Sie gehören mittlerweile zum Mosel-Sommer wie die Säubrennerkirmes zu Wittlich: die Mosel Festwochen - seit Jahren eines der größten und erfolgreichsten Musikfestivals in Deutschland.

Auch in diesem Winter gibt's, wie im vorigen Jahr auch, einen kurzen Ausblick auf das Programm der Mosel Festwochen 2004. 13 ausgesuchte Konzerte der kommenden Saison sollen schon jetzt Lust auf den kommenden Festival-Sommer machen. In der Hauptsache klassische Musik, aber auch Folk, Jazz und musikalisches Kabarett bis hin zur Weltmusik werden das vielfältige Programm mit exzellenten Künstlern an kulturhistorischen Spielorten entlang der Mosel prägen. Eröffnet wird der Konzertreigen in Zusammenarbeit mit der Landesgartenschau und dem Trierer Konzertchor mit einer Aufführung der "Carmina Burana" am 22. Mai in der Arena Trier. Ausführende sind der Trierer Konzert Chor, der Kammerchor Cuxhaven, der Moskauer Kinderchor, der Trierer Kinderchor und die Sinfonietta Saarbrücken unter der Leitung von Manfred May. Für die Freunde der Orgelmusik bietet gerade die Mosel-Region die reinste Schatzkammer auserlesener Instrumente. In der katholischen Pfarrkirche St. Martin in Cochem bieten am 10. Juni die Mitglieder der "W-R Percussion Group" zusammen mit der Organistin Marion Oswald ein kongeniales Miteinander an Marimba und Orgel zu Werken von Johann Sebastian Bach u.a. Einen besonderen Liederabend mit italienischem Belcanto und südländischer Romantik ist mit "Thomas Kiessling", dem Trierer Star-Tenor, am 19. Juni im Kloster Machern zu erleben. Die beliebten sommerlichen Open-Airs sind breit gefächert. Im Innenhof des Kurfürstlichen Palais in Trier gastiert Radio-Brass-Connection (24. Juli) und anlässlich des 100. Geburtstags des berühmten Bandleaders, die Swingtime Big Band mit einer Glenn Miller-Gala (10. Juli). Eine große symphonische Sommernacht voll feurig-virtuoser und lyrischer Musik aus Spanien spielt das SWR-Rundfunkorchester Kaiserslautern mit der Solistin Annette von Hehn (2. Juli), und Götz Alsmann präsentiert sein Programm "Tabu" nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr diesmal unter freiem Himmel (22. Juli). Auf der Mosel singt und klingt es ebenso, wenn eingeladen wird zur "Zauber einer Sommernacht" mit den schönsten Strauß-Melodien mit Solisten, Ballett, Chor und Orchester des Musiktheaters Lodz auf die schwimmende Moselbühne Kröv (17. Juli), wo auch "De Höhner" am 16. Juli einen Abend der kölschen Art präsentieren.Kammermusik-Ensembles erster Güte

Die Präsentation von Kammermusik-Ensembles erster Güte ist schon fast ein Markenzeichen der Mosel Festwochen. Am 8. August gastiert mit dem "Lotus String Quartet" eines der berühmtesten Streichquartette unserer Zeit im Kloster Machern. "Literatur meets Klassik": Kein geringerer als Roger Willemsen liest in Begleitung des Klavierduos Wolfram Schmitt-Leonardy und Uwe Brandt eine neue Textfassung des "Karnevals der Tiere" im Kloster Machern (26. September). Musik ist immer toll, wenn sie gut gemacht ist. Gemäß dieser Feststellung findet man in den Mosel Festwochen seit Jahren neben der "ernsten Klassik" auch feinsten Jazz. Niemand ahnte, was für eine steile Karriere die Band "Lyambiko" machen würde, als sie im April 2001 erstmals auftrat. "The new school of cool" bezeichnen die Musiker um die junge Chartstürmerin ihre ganz besondere Art an den Jazz heranzugehen: Altes und Modernes, Spirituelles und Sensitives miteinander einfühlsam zu genialem Jazz verschmelzen (9. Juli/Konzertforum der Landesgartenschau). Karten und Informationen bei der Geschäftsstelle der Mosel Festwochen, Im Kurpark, 54470 Bernkastel-Kues, Telefon 06531/3000 sowie im Internet unter www.moselfestwochen.de.