Ein Stück Heimat aus Schiefer

KRÖV. (mü) Die Kröver Künstlerin Gudrun Hüls-Beth hat mit Emailfarben auf Schieferplatten einen Mosellauf geschaffen. Das 80 Kilo schwere Kunstwerk hängt im Treppenhaus des Seniorenheimes St. Josef in Kröv.

Im Kröver Seniorenheim St. Josef leben 78 Frauen und Männer und verbringen dort ihren Lebensabend. Viele dieser Bewohner wollen gerne zeigen, woher sie stammen. Dies war Anlass für die Kröver Künstlerin Gudrun Hüls-Beth, mit Emailfarben auf Schiefer den Lauf der Mosel festzuhalten. "Die Gemeinde hatte von der Kreissparkasse zwei Schieferplatten mit einem Gewicht von je 40 Kilogramm geschenkt bekommen", erinnert sie sich. Der Schiefer ist nicht ganz eben; reiner Stein, wie die Natur ihn geschaffen hat. Dadurch wirkt die Moselschleife viel lebendiger. "Anfänglich hatte ich die abenteuerlichsten Ideen, wie und womit man einen Mosellauf darstellen kann", sagt sie. "Aber wenn man es erst mal im Kopf hat, geht es ganz schnell!" Als Grundlage dienten ihr verschiedene Karten und Bilder aus Zeitungen, aus denen sie eine Zeichnung machte und auf den Schiefer durchpauste. Mit Emailfarben hat sie so eine dauerhafte Moselschleife geschaffen, die jetzt, mit eigens angefertigten Spezialhaken, gut sichtbar im Treppenhaus des Seniorenheimes hängt. "Ich finde das Spitze", lobt Heimleiter Martin Köning das uneigennützige Engagement. Viele der Bewohner kommen aus dieser Region und sind mit dem Weinbau eng verwurzelt. "Als Kröver Altenhilfeeinrichtung bieten wir so einen soziokulturellen Bezug, der mit keinem Geld der Welt aufzuwiegen ist."

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