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Ein Super-Forster und viele gute Wünsche

Ein Super-Forster und viele gute Wünsche

Eine würdevolle Verabschiedung in den Ruhestand haben Lehrer, Schüler und offizielle Vertreter Michael Forster, dem Direktor des Peter-Wust-Gymnasiums, bereitet. Der hatte sich als Dank was Besonderes einfallen lassen.

Wittlich "Wenn ich das alles so höre, was heute hier über mich gesprochen wird, bekomme ich Ehrfurcht vor mir selbst", sagte Michael Forster zu Beginn seiner Abschiedsrede. Und dabei könnte er Recht haben, denn in den Reden und Musikbeiträgen der Laudatoren wurden Piraten, Supermänner, Dichter, Philosophen und viele Metaphern herangezogen, um die Leistungen des scheidenden Schulleiters zu würdigen.
Studiendirektor Dr. Christian Poß, der die Gäste begrüßte, machte dies anhand der Sätze der klassischen Musik, die Forster sehr schätzt. Im ersten begrüßte er die Vertreter der Politik und der ADD. Im zweiten die externen Gäste, im dritten die Internen, im vierten die Familie und schließlich als Kadenz bezeichnete er den scheidenden Schulleiter selbst.
Peter Epp von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) hatte sich das Bild des Brückenbauers für Forster ausgesucht, denn die beiden Schulgebäude werden mit einer Brücke verbunden, für deren Bau Michael Forster als Schulleiter mitverantwortlich ist. Er sagte: "Michael Forster hat nicht nur für die Fächer gebrannt, sondern er hat auch die Brücke zum Vermitteln des Wissens schlagen können."
Aus einer Beurteilung aus seiner Zeit am Angela-Merici-Gymnasium in Trier, an dem er vor dem Peter-Wust-Gymnasium gelehrt hat, zitierte er: "Er ist ein begabter Lehrer und Erzieher, hat natürliches Lehrgeschick und versteht es zu motivieren." Vermittler und Brückenbauer sei er auch bei den verschiedenen Interessen an der Schule gewesen und bei der Einführung des Doppeldiploms Abi-Bac, bei der er Prüfungsbeauftragter gewesen ist. Mitgebracht hatte er zum Abschied einen Bildband über Brücken und eine selbst zusammengestellte CD mit Brückenliedern.
Landrat Gregor Eibes schätzt an Forster, dass er mit Weitblick gehandelt und sich für das Machbare eingesetzt hat. Raimund Leibold, Sprecher der Bezirksdirektorenkonferenz, betonte, dass der scheidende Schulleiter immer den Mittelweg zwischen Tradition und Innovation gefunden hat.
"Kurz wie eine Liebeserklärung sollen Abschiedsworte sein", meinte Rosemarie Bölinger, die für die Wittlicher Schulen sprach, und lobte ihren Kollegen als Teamworker, Freund und beratenden Kollegen. Die Schüler haben sich mit Michael Forsters Abschied ebenfalls viel Mühe gemacht, so hat die Klasse 6a ein Video gedreht, bei dem einer der Schüler in die Rolle des "SuperForster" geschlüpft ist,, und die Schule unter anderem gegen eine Niederlage im Fußball gegen das Cusanus-Gymnasium bewahrt hat, indem er in letzter Sekunde den entscheidenden Siegtreffer schoss. In einer Umfrage unter den Schülern erklärten diese, dass sie ihn schätzen, weil: er erreichbar war, selbst unterrichtet hat, sympathisch und intellektuell begabt ist und die Schule gut repräsentiert hat. Der Lehrerchor sang ihm zwei Lieder, das Orchester hat das Stück Die Piraten der Karibik einstudiert und die Klasse 5a ein selbstgeschriebenes Lied "One World", vorgetragen.
Forster selbst betonte, dass er seine Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen immer gerne gemacht und sie sogar genossen hat. Bei seiner Frau bedankte er sich in Form eines fiktiven Halbdialogs, indem er ein Telefongespräch mit ihr nachstellte, bei dem er immer seine Antwort sprach und sich die Zuhörer den Gegenpart vorstellen konnten. Für sich selbst gibt er den Anstoß: "Wer loslässt, hat die Hände frei."