Ein total verrücktes (Bienen-)Haus

Ein total verrücktes (Bienen-)Haus

MONZELFELD. Wehe, wenn sie losgelassen, dann kennen die Wilden Bienen von Monzelfeld keine Grenzen des Fröhlichseins. Und da sie seit 50 Jahren auf den närrischen Beinchen stehen, wissen sie viel von verrückten Taten zu summen.

So geschehen zu Monzelfeld in der Bürgerhalle, als sich zur Jubliäumsfrühschoppensitzung das Bienenhaus der Bürgerhalle schnell füllte und die Großen und Kleinen zeigten, dass sie ihrem Namen "Welle Baie" alle Ehre machen. So gaben die Akteure mit ihren Darbietungen Alfred Kropp's Behauptung recht: "Das Schönste auf der Welt ist Karneval in Monzelfeld." Mit einem "Dreifach Welle Baie Summ, Summ, summ", gab Vereinsvorsitzender und Sitzungspräsident Mäddy Kropp die Bühne frei für Tanz, Gesang und Narretei. Fünf Stunden lang bot die Narrenschar ein abwechslungsreiches und niveauvolles Programm nach dem Motto: "Kommt all'herbei, wer's auch immer sein, noch sind wir jung." Das Alter scheint an den Wilden Bienen spurlos vorübergegangen zu sein. Emsig, wild und fröhlich schwirrten sie umher, alle zeigten sich von ihrer besten gelb-schwarzen närrischen Seite. Ob als gelenkige, charmante Gardemädchen, wortgewandte Büttenredner, ihre Instrumente beherrschende Musiker, fröhlich und fetzige Lieder schmetternde Sängerinnen und Sänger oder auch als gutgelaunter Elfer- und Kinderelferrrat. Da hatte auch das Publikum im Saal gut lachen und belohnte die Akteure immer wieder mit dem Monzelfelder Karnevalsschlachtruf. Wo Geburtstag gefeiert wird, da mangelt es auch an Dankesworten und Gratulationen nicht. Ehrenmitglied und Protokoller Klaus Lutz dankte in seinem Rückblick allen, "die viel mitgemacht" haben, und erwähnte besonders die aktive Jugend als eine wichtige Stütze für die Zukunft des Vereins. Mäddy Kropp sparte nicht mit Komplimenten an die Vereinsmitglieder, die sich all die Jahre emsig eingesetzt haben für Frohsinn, Humor und Brauchtum.Einladung in die ganz große Bütt

Auch Marlies Seibel, Bezirksvorsitzende des Regionalverbandes Karnevalistischer Korporationen Rhein-Mosel-Lahn (RKK), machte den 50-jährigen ihre Aufwartung. Der Landtagsabegeordnete Alexander Licht tat es den Monzelfelder Narren gleich und gratulierte den Aktiven spontan in närrischer Versform. Mit Riesenbeifall dankten die Welle Baie für Lichts Einladung "in die ganz große Bütt nach Mainz". Ulf Hangert, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues, hatte längst den Ernst der närrischen Lage erkannt: "Wenn sie einem Monzelfelder den Karneval vorenthalten, dann kriegt der Juckreiz und Atemnot", bemerkte er, verbunden mit dem Wunsch, "dass sie nie in einen Karnevalsnotstand hineingeraten". Ortsbürgermeister Wolfgang Stein übergab mit Freuden den Rathausschlüssel an das Jubiläumsprinzenpaar Alfred II. und Hedi I. sowie die Kindertollitäten Peter und Marisa. Närrische Verstärkung beim Jubliäumsfrühschoppen leisteten viele ehemalige Prinzenpaare der vergangenen 50 Jahre. Und nach Prinz Alfreds Feststellung: "nun beginnt für uns die närrische Zeit, die dauert leider keine Ewigkeit" nutzten die Monzelfelder die Gunst der Stunde und feierten heiter weiter.

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