Ein weiterer Schritt voran

THALFANG. Die Idee eines kombinierten Wohnprojekts für Senioren und junge Familien ist ein Stück weitergekommen: Der Ortsgemeinderat von Thalfang hat einen Bebauungsplan angenommen.

Bauen ist noch immer nicht möglich - aber mit der jüngst erfolgten Annahme eines Bebauungsplanes durch den Ortsgemeinderat Thalfang rückt die Realisierung des Wohngebietes "In der Nah" im Norden von Thalfang näher. Bekanntermaßen hat die Gemeinnützige Gesellschaft für ambulante und stationäre Altenhilfe GFA in Mainz, eine Tochter des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Rheinland-Pfalz und Saar, 2003 das Areal des einstigen Hallenbades erworben. Das marode Gebäude wurde abgerissen, seitdem ist vorgesehen, auf dem 9000 Quadratmeter großen Gelände Wohnungen für Senioren und junge Familien zu errichten. "Kombiniertes Wohnen" ist das Stichwort. Annette Weber vom Thalfanger Büro "IPB-Planung und Konzepte" stellte während der Ratssitzung den Plan vor, mit dem die Planer den Vorschlägen des Investors gefolgt sind: Demnach wird das Baugebiet über eine Rundstraße erschlossen und teilt sich in zwei Bereiche. Der Nordabschnitt sei für betreutes Wohnen reserviert, so Weber. Gebaut wird auch an anderer Stelle

Der doppelt so große Südbereich werde hingegen für bis zu zweigeschossige Wohnungen speziell für junge Familien reserviert. Die Flächen der einzelnen Baugrundstücke variieren dabei zwischen 250 und 400 Quadratmetern, "sie sind flächenmäßig nicht so üppig wie im ländlichen Raum üblich", erklärte die Planerin. Rein optisch sei ein einheitliches Äußeres zu erwarten, schließlich werde ein einziger Investor das gesamte Areal bebauen. Insgesamt sind elf bis 13 Grundstücke vorgesehen, davon werden bis zu drei an der inneren Seite des geplanten Straßenrings liegen. Mit der Genehmigung des Bebauungsplanes ist es jedoch nicht getan. Notwendig ist noch eine so genannte vorgezogene Bürgerbeteiligung sowie die Anhörung der Träger öffentlicher Belange: Stromlieferanten, Kreisverwaltung, ADD - insgesamt 25 bis 40 Gutachten, die erstellt werden müssten, so der Erste Ortsbeigeordnete Reinhold Anton. Anschließend stimmt der Gemeinderat über eventuelle Ergänzungen oder Änderungen am Plan ab. "Das kann noch einige Monate dauern", erklärte Anton. Eine kleine Änderung hatte der Rat selbst eingefügt, bevor er den Plan einstimmig annahm: Mauern zur Einfriedung werden nicht zulässig sein, eine Ausnahme stellten zum Beispiel Drahtgeflechte dar. Das blieb aber auch der einzige Änderungswunsch im Rat. Gebaut wird in Thalfang allerdings noch an anderen Stellen: Einige Gemeindewege müssen an mehreren Stellen ausgebessert werden, beauftragt wurde damit die Firma Tobias Martini aus Morbach. Die Kosten belaufen sich auf rund 22 900 Euro. Konkret geht es um die Instandsetzung an Hauptstraße, Industriestraße, Alter Immerter Weg, Wirtschaftsweg im Hof und der Zufahrt zum Alten Bahnhof. Der Rat stimmte zudem der Aufstellung eines Bebauungsplanes im Ortsteil Bäsch zu: Dort soll ein Neubaugebiet namens Hohlweiden-Bruch entstehen.