Ein Wunder

Mein Hermann war so gespannt auf den neuen Morbacher Internet-Auftritt. Er hatte sogar einen Wecker gestellt, damit er am Donnerstag der Erste im Netz ist. Pustekuchen! Leicht genervt saß mein Gatte bis tief in die Nacht am Rechner.

Er wollte endlich "drin" sein. Bis Freitagnachmittag musste er sich gedulden. Aber möglicherweise ging das ja nicht mit rechten Dingen zu. So wie bei der Vorführung im Rathaus im Vorhinein, sozusagen bei der Vor-Vorführung, als die Experten den Damen und Herren Kommunalpolitikern auf einer virtuellen Karte Sehenswürdigkeiten zeigten. Bei der Walholzkirche erschien auf Knopfdruck nicht das kleine Gotteshaus, sondern der Große Herrgott von Rapperath. Beim Holzmuseum: der Große Herrgott, bei der Burgruine Hunolstein: ebenso. Da hatte doch sicher eine höhere Macht ihre Finger im Spiel.

Ich sollte recht behalten: Der Computer-Fachmann, der die Morbacher Seiten gemacht hat, hatte auch den Auftrag einer Gemeinde namens Marpingen. Das ist die aus dem Saarland mit den Marien-Erscheinungen. Und wenn das mit dem Großen Herrgott so weitergeht, dann ist das Wunder von Rapperath demnächst in aller Munde,

meint eure