Einbruchserie im Hunsrück hält an

Einbruchserie im Hunsrück hält an

Häuser, Hallen und ein Hotel: Diebe schlagen immer häufiger zu. Warum glaubt die Polizei, dass es Zusammenhänge gibt?

Immer wieder dringen Diebe in Häuser und Hallen im Hunsrück ein. Seit Juli häufen sich die Vorfälle.

Ein Blick zurück: Am Samstag, 15. Juli, hebeln unbekannte Täter Fenster und Türen eines Sportlerheims und eines Jugendclubs in Gonzerath auf und schlagen Fensterscheiben ein. Sie stehlen Geld und eine Playstation. Einen Tag später dringen erneut Unbekannte in der Nacht in das Sportlerheim ein, stehlen aber nichts. Der Schaden wird auf einen vierstelligen Eurobetrag geschätzt.

Auch in Thalfang gehen Unbekannte auf Beutezug. In der Zeit zwischen Samstag, 15. Juli, und Sonntag, 16. Juli, wird versucht, die Wohnungstür in einem Anwesen in der Hauptstraße aufzuhebeln. Auch hier bleibt es beim Versuch, da es ihnen nicht gelingt, die Tür zu öffnen.

Einen Tag später muss die Polizei in Horath anrücken. Dort wird ein Fenster des Familienhotels aufgehebelt. Die Täter gehen mit Brachialgewalt vor. Sie reißen einen Standtresor mit Gewalt aus der Verankerung und nehmen ihn mit.

Reiche Beute machen Diebe in der Nacht von Donnerstag, 27. Juli, auf Freitag, 28. Juli in Morbach. Dort brechen sie ein Rolltor des Möbelhauses Möbel-Schuh auf und nehmen zahlreiche Elektrogeräte mit. Für den Abtransport nutzen die Kriminellen zwei Fahrzeuge des Unternehmens, die sie aufgebrochen hatten. Damit wird die Beute nach Kleinich transportiert und dort in einem Waldstück umgeladen. Mit einem weiteren Kleintransporter der Firma fahren die Einbrecher in derselben Nacht nochmals Richtung Kleinich. Es entsteht ein Gesamtschaden im sechsstelligen Eurobereich.

Im Zeitraum zwischen Samstag, 29. Juli, bis Montag, 31. Juli, dringen Langfinger nach dem Aufhebeln einer Tür in das Sportheim des SV Hundheim in Hundheim ein. Hier entsteht lediglich Sachschaden, der laut Polizei im Bereich eines mittleren dreistelligen Eurobetrages liegt.

In der Nacht zum Sonntag, 30. Juli, dringen Unbekannte erneut in das Vereinsheim des Sportvereins Gonzerath in Gonzerath ein. Sie durchsuchen das Vereinsheim und stehlen einen kleinen Bargeldbetrag, ein älteres Notebook und ein Apple I-Pad. Der Schaden wird auf einen unteren vierstelligen Eurobetrag geschätzt.

Vermutlich in der gleichen Nacht machen nach dem bisherigen Ermittlungsstand der Polizei die gleichen Diebe weiter Gonzerath unsicher. Sie steigen die Räumlichkeiten des Jugendclubs in der Schackberghalle in Gonzerath ein, nachdem sie eine Fensterscheibe eingeschlagen hatten. Dort bleibt es jedoch bei einem Versuch, die Täter machen keine Beute. Es entsteht lediglich Sachschaden, der im Bereich eines unteren dreistelligen Eurobetrages liegt.

Im August schlagen die Einbrecher in einer Nacht dreimal zu. Sie dringen in der Nacht zum Sonntag, 6. August, in die Räume des Freibades in Morbach, in ein Clubhaus des Billardclubs und in das Vereinsheim des Sportvereins Morbach ein. Alle drei Gebäude liegen im Bereich des Sportzentrums Morbach. Sie hebeln Rollläden und Fenster auf und dringen so in die Häuser ein. Dort werden Schubladen und Schränke durchsucht. Nach Angaben der Polizei werden nur geringe Bargeldbeträge entwendet. Der Sachschaden liegt jedoch weit über dem Wert der Beute. Nach ersten Schätzungen dürfte der entstandene Gesamtschaden im Bereich eines mittleren vierstelligen Eurobetrages liegen.

Noch immer sucht die für den Hunsrück zuständige Kriminalpolizei in Idar-Oberstein nach den Tätern.
Uwe Konz, Erster Hauptkommissar im Polizeipräsidium Trier, nimmt zu diesen Vorfällen Stellung. "Die Kollegen erkennen bei den Taten ein gleichgelagertes Muster und gehen in den meisten Fällen von Tatzusammenhängen aus. So handelt es sich meist um gleichartige Tatobjekte mit ähnlicher Beute, verwandte Tätervorgehensweisen und Tatzeiträume," sagt der Sprecher.

Eine ähnliche Häufung von Einbrüchen habe es in den vergangenen Jahren nicht gegeben. Wie Konz erläutert, werde weiterhin intensiv ermittelt. Außerdem fahre die zuständige Polizeiinspektion Morbach häufiger Streife und überwache für die Täter interessante Orte und Objekte.

Wie können sich nun die Menschen besser schützen? Konz verweist darauf, dass die Beratungsstellen der Polizei Informationen zu dem Thema Einbruchschutz anbieten.
Konz: "Neben öffentlichen Beratungen und Veranstaltungen bietet die Beratungsstelle individuelle Beratungen für Hausbesitzer und -bauer, Mieter und Vermieter sowie alle Interessierten sowohl vor Ort, als auch in der Beratungsstelle des Polizeipräsidiums in Trier an."

Opfern von Einbrüchen bieten Mitarbeiter eines Beratungszentrums im Nachgang auch eine gezielte Vor-Ort-Beratung an. Konz: "Viele der Betroffenen nehmen dieses Angebot gerne an."
Informationen zum Einbruchschutz gibt es auf der Internetseite
www.einbruchschutz-rlp.de

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