1. Region
  2. Mosel, Wittlich & Hunsrück

Eine App für alle in der Region - Was hinter Portazon steckt

Digitalisierung : Eine App für alle in der Region - Was hinter Portazon steckt

Wittlicher Startup-Unternehmen arbeitet mit den Stadtwerken Trier zusammen: Die „Portazon“-App soll der Marktplatz der Region werden und den Anwendern viele Optionen bieten: Von der Sitzplatzreservierung im Kino bis zur Stromtarifwahl.

Morgens beim Bäcker lange auf seinen Kaffee oder sein Brötchen warten – diese Situation kennen vermutlich viele. Doch was wäre, wenn man schon am Abend vorher in einer App die Zeit für den Besuch in der Bäckerei buchen, und die Bestellung schon bezahlen könnte und lediglich am „VIP-Schalter“ ohne Wartezeit abholen müsste? Das ist eine Situation, die durch die App „Portazon“ in Zukunft möglich sein könnte, erklärt Markus Freudenreich, der verantwortlich für die Strategie und das Innovationsmanagement dieser  neuen App ist. Doch das ist noch lange nicht alles.

„Die Region bekommt mit der App eine digitiale Plattform an die Hand“, sagt Freudenreich. Entwickelt wurde die App in Kooperation des Wittlicher Unternehmens A-Eins mit den  Stadtwerken Trier (SWT). Mit dieser App solle auch die regionale Nähe zur Stadt und dem Einzelhandel vor der Tür gestärkt werden. Freudenreich: „Im Einzelhandel ist man sich bewusst, dass es mehr in die digitale Richtung gehen muss. Wir bieten mit „Portazon“ eine allumfassende Plattform für zusätzliche Services im Einzelhandel.“ Besonders die Corona-Pandemie habe im Einzelhandel dafür gesorgt, dass ein neues Bewusstsein für digitalere Möglichkeiten entstanden ist.

Doch wie könnte das mit „Portazon“ konkret aussehen? „Zum Beispiel könnten Kunden damit samstags zu den Stoßzeiten in der Innenstadt schon vorher ihre Umkleide oder ihre Beratung reservieren. Damit können Geschäfte zusätzliche Services anbieten“, sagt Freudenreich. Auch sei zum Beispiel die Wahl des Stromtarifs möglich. Ein weiterer Aspekt sei ein virtuelles Bonussystem, bei dem beispielsweise bei einem Einkauf Punkte gesammelt werden können, die dann zum Beispiel für das Bezahlen des Parkplatzes im Parkhaus genutzt werden könnten.

Andy Altmeyer, Inhaber von A-Eins und Geschäftsführer von Portazon, ergänzt: „Das wird das digitale Betriebssystem für Trier. Wir sind die Torwächter. Die Daten bleiben in Trier und nicht woanders und jeder kann mitmachen. Wir müssen da anpacken, wo Google und Co sind. Das ist die digitale Emanzipierung der Region“.

Geplant sei, so Freudenreich, dass die App Ende des Jahres auf den Markt kommt. Die Idee und das Konzept seien vor rund zwei Jahren entstanden, doch im Januar diesen Jahres habe die Umsetzung der App begonnen. Freudenreich: „Portazon ist ein Start-Up von der Firma A-Eins und den SWT. Die SWT sind für das Team von AEins auf jeden Fall der beste Partner, da sie die Entwicklung der App mit der technischen Infrastruktur unterstützen.“

Im Zuge dieser Zusammenarbeit konnte auch die Funktion „Alle SWT-Services im Überblick“ eingebaut werden. Dazu gehören beispielsweise Parkhausinformationen, Carsharing und Ladestationen für E-Autos.

Noch sei die App erst einmal für Trier ausgelegt, aber die Funktionen könnten auf die ganze Region übertragen werden.

 „Die Infrastruktur ist zum Beispiel mit flächendeckendem Wlan in Trier am weitesten. Diese Voraussetzungen müssten in anderen Orten erst einmal noch geschaffen werden“, sagt Freudenreich.