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Eine Arbeitslok tfür die Nationalparkbahn

Gekauft statt geliehen : Eine Arbeitslok für die Nationalparkbahn

Die IG Nationalparkbahn Hunsrück-Hochwald ist fleißig dabei, die Schienen der Hunsrückquerbahn zwischen Morbach und Hinzerath von Gestrüpp und groß gewachsenen Bäumen zu befreien. „Noch zwei, drei Wochen brauchen wir für die letzten anderthalb Kilometer“, sagt Felix Jacob, Vorsitzender des Vereins.

Künftig soll die Arbeit schneller gehen, mittels eines Arbeitswagens, der auf Schienen fährt. Bisher hatte der Verein den im besten Eisenbahnerdeutsch genannten Kleinwagen mit Verbrennungsmotor (KLV) von der Deutschen Museums-Eisenbahn GmbH lediglich geliehen. Jetzt hat er die Arbeitslok für eine niedrige fünfstellige Summe gekauft, sagt Jacob. „Wenn man etwas leiht, ist immer ein Risiko da, dass man es irgendwann zurückgeben muss. Der KLV ist elementar wichtig. Wenn man sich um die Infrastruktur kümmern will, funktioniert es ohne Arbeitsfahrzeug nur beschränkt“, sagt der Vorsitzende. Alleine die Möglichkeiten, die der KLV mit seinem Hydraulikkran und seiner möglichen Zuladung im dazugehörenden Anhänger von zehn Tonnen biete, mache die Arbeitslok zu einem wichtigen Hilfsmittel für die engagierten Bahnfreunde, sagt er. Doch bevor der KLV in Betrieb gehen kann, sind noch rund 300 Arbeitsstunden notwendig, so Patrick Pandel, zweiter Vorsitzender des Vereins. Der Rahmen ist bereits entrostet und grundiert, das Führerhaus schon abgeschliffen. Im August soll eine Fachfirma den Hydraulikkran auf dem KLV montieren. Und auch die Schienen müssen noch bei den Bahnübergängen freigelegt werden. In Hinzerath soll dies laut Jacob in Kürze erfolgen, Morbach und Deuselbach folgen.