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Eine aufwendige Hommage an die Mosel

Eine aufwendige Hommage an die Mosel

Lieser. (red) "Drei Tafelinstallationen - Eine Hommage an die Mosel." So lautet am Samstag, 15. Mai, das Motto im Paulushof in Lieser. Die Künstlerin Mana Binz lässt Freunde der Kunst, des Rieslings und der Mosel von 15 bis 19 Uhr an drei Tafelinstallationen teilhaben.



Gleichzeitig besteht die Möglichkeit zur Besichtigung des Paulushofes, der in seiner Art in der Region einmalig sein dürfte.

In der ersten Tafelinstallation schimmert der gesamte Tisch vom lichten Blau über Ultramarin und Kobaltblau bis hin in alle Schilffarben. Der Fluss, wie er sich windet, das felsige Gestein durchbricht, sich ein Flussbett kreiert, um es dann wieder zu verlassen und sich neu zu definieren. Auch der Fluss hinterläßt Spuren. In den Windungen der Mosel sind die Hänge für den Wein entstanden.

Die zweite Tafelinstallation ist ätherisch und zugleich wie aus Stein gehauen. Die Kraft und die Reflektion der Luft im Schiefergestein sollen spürbar werden. Tief verwurzeln sich die Reben im Schiefer, trotzen Wind und Wetter, befestigen die Hänge, transportieren das Wasser zur Rebpflanze, einem Rosengewächs.

Bei der dritten Tafelinstallation werden die Elemente Erde und Feuer lebendig. Die Tafel schimmert in Gold, Sand und Rottönen.

Die Besonderheit dieser Tafelinszenierungen ist bereits die Planung und Herstellung von über 1500 großen und kleinen rituellen Gefäßen aus Glas durch die Künstlerin. Vor einem Jahr hat Mana Binz dieses Projekt begonnen, von dem sie sagt: "Der Prozess selbst ist ein Kunstwerk. Hunderte von Zeichnungen habe ich gemacht, viele Wasserschalen und Gefäße sind im Laufe der letzten Monate fertiggestellt worden. Im Glas vereinen sich die vier Elemente: Feuer, Wasser, Erde, Luft. Der Eintritt zu diesem Augen- und Sinnenschmaus ist frei.