Eine Big-Band zum Geburtstag

Der Lions-Club International wird 100 Jahre. Das feiern die Clubs Mittelmosel und Wittlich gemeinsam mit 750 Besuchern und der US-Air-Force Band "The Ambassadors", die hochkarätige Big-Band-Musik bietet. Und getanzt wurde auch.

Wittlich Sie ließen die Musik der ganz Großen der Big-Band-Ära lebendig werden. Die zwölf Musiker der US-Air-Force-Band "The Ambassadors". Sie begannen ihr Konzert in Wittlich mit "I love beeing here with you" (Ich liebe es, mit euch hier zu sein), einem Klassiker aus den 1960er-Jahren, den auch Ella Fitzgerald schon gesungen hat.
Im Eventum wurde es mit kräftigem Applaus gewürdigt. Bei "A boogie Woogie", das in einem sehr schnellen Tempo gespielt wurde, und bei dem die Musiker mit präzisen Einwürfen überzeugten, kam gleich gute Laune auf. Die Trompeter tanzten durch die Reihen auf der Bühne, und im Publikum begannen die ersten Menschen, sich rhythmisch zur Musik zu bewegen. Weiter im Programm haben sich die Bläser in Szene gesetzt. Die Saxofone überzeugten mit sattem, vollem Swing-Sound, die Trompeter haben den Tonumfang ihrer Instrumente voll ausgespielt und mit angeschnittenen, verzerrten und vibrierenden Tönen für ein intensives Hörerlebnis gesorgt.
Die Posaunen standen dem nicht nach. Auch sie haben gezeigt, wie breit ihr Klangspektrum ist, wie schnell man mit einer Posaune spielen kann und welche Klangfarben erzeugt werden können. Die Solisten haben ihre Soli klar strukturiert, die Intensität durch Tempo, rhythmische Phrasierungen und außergewöhnliche Höhen und Tiefen gesteigert. Mit Zwischenapplaus vom Publikum wurde das gewürdigt. Die Sängerin der Ambassadors zeigte ihr Können und ihren Spaß an der Musik unter anderem bei "A-Tisket, A-Tasket". Durch ihre klare Stimme, in die sie immer wieder ihre Emotionen legte und die sie in der Klangfarbe nach Belieben ändern konnte, baute sie eine Spannung auf, die die Zuhörer fesselte.
Doch damit war es noch nicht genug, denn die Bläser waren nicht alleine auf der Bühne. Der Schlagzeuger trieb die Band an, der Bassist hielt sie mit seinen Läufen, mit denen er sich im Hintergrund hielt, zusammen, der Keyboarder gab den Bläsern einen breiten Klangteppich, auf denen sie ihre Läufe und Soli ausbreiten konnten, und der Gitarrist unterstütze ihn dabei.
Zu einem Wettkampf kam es zwischen Posaune und Saxofon, die abwechselnd ihre Soli spielten und sich gegenseitig hochschaukelten. Das Tenor-Saxofon startete mit vollem Ton, spielte die Skalen rauf und runter, schnitt die Töne an und legte ein leichtes Vibrato dazu. Die Posaune antwortete darauf ebenfalls mit schnellen Läufen, es kamen Tempowechsel und Tonsprünge dazu, die den Solo-Teil rasant machten.
Die Rhythmusgruppe heizte die musikalische Partie mit steigernder Dynamik an und beschleunigte weiter. Die Solisten gingen mühelos mit, bis schließlich die Band mit dem Thema einsetzte. Dann brauchten Musiker und Zuhörer etwas Ruhigeres, und sie bekamen eine verträumte Ballade, bevor es mit klassischem Swing weiterging. Die Zuschauer klatschten mit, und das Thekenpersonal war so mitgerissen, dass es immer wieder mittanzte. Ohne zwei Zugaben ließen die Besucher die Band nicht von der Bühne. The Ambassadors hingegen ließen die Zuhörer nicht ohne Glenn Millers "In the Mood" nach Hause gehen. Der Erlös der Veranstaltung geht an den Kinderschutzbund Bernkastel-Wittlich und das Projekt Klasse 2000.