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Eine Erlebniswelt für die Manderscheider Burg

Freizeit : Eine Erlebniswelt für die Manderscheider Burg

Auf der Niederburg gibt es mehrere Baustellen. Gemeinsam müssen die Stadt Manderscheid und der Burgenverein diese angehen, um Schäden zu vermeiden, das Gemäuer  zu modernisieren und neue Zielgruppen anzusprechen.

Wasser dringt durch die Decke des Turms, die Toiletten haben ihre letzte Renovierung in den 1980er Jahren gesehen, Unebenheiten auf den Wegen können gefährlich werden, und mit modernen Medien wäre an der Manderscheider Niederburg noch vieles möglich. Das sehen der Stadtrat und der Burgenverein so und wollen das ändern.

Die Stadt ist Eigentümer der Burg, die den Geschäftsbetrieb an den Burgenverein übertragen hat.

Am nötigsten ist die Abdeckung der Turmspitze. Denn diese ist undicht, und Wasser dringt in das Gemäuer und die innenliegende Treppe.  Martin Koziol, Stadtratsmitglied, der bei einer Begehung der Burg dabei war, erklärt: „Das muss gemacht werden in den nächsten ein bis zwei Jahren. Das hat Priorität, und da gibt es auch keine Diskussion mehr, ob oder ob nicht, sonst geht die Treppe kaputt.“

Ob die undichte Decke abgedichtet werden muss oder  ein Dach auf den Turm gesetzt werden muss, steht noch nicht fest. Der Burgenverein wird sich um das Projekt  kümmern, das nach ersten Schätzungen etwa 80 000 Euro kosten wird. Alleine die Einrüstung des Turms wird mehrere Tausend Euro kosten.

Der nächste Punkt, den die Manderscheider Stadt angehen will, ist der Bau einer Erlebniswelt auf der Burg. Dazu soll die untere Ebene auf der sich das Pfortenhäuschen, der Shop, die Küche, die Toiletten und ein Unterstand befinden, umgestaltet werden. Ein rustikales Holzhaus soll für etwa 60 Menschen  wetterunabhängig Platz bieten. Koziol: „Es soll einfach gehalten sein, beispielsweise wären die Fenster Luken, die man mit Holzplatten verschließen kann.“ Auch der Shop könnte hier untergebracht werden, so würde man dann Platz schaffen für weitere Toiletten. Aktuell gibt es eine Damen- und eine Herrentoilette. Dabei könnte dieser Bereich der Burg auch für gehbehinderte Menschen besser zugänglich gemacht und Unebenheiten beseitigt werden.

Eine neue Zielgruppe will die Stadt mit einer Lausch-App erreichen. Wenn Besucher mit einem Smartphone auf der Burg sind, können sie das Gerät vor eine Infotafel oder ein Symbol halten und erhalten Informationen in mehreren Sprachen über die Geschichte, die Geologie, eine Persönlichkeit oder eine Anekdote direkt auf das Smartphone geliefert. Rund 300 000 Euro soll das kosten, Fördermöglichkeiten sollen geprüft werden.

Um Radfahrern, die zum Beispiel aus Richtung Pantenburg kommen, den Weg in die Stadt zu erleichtern,  könnte eine Zahnradbahn gebaut werden, die Radfahrer und anderen hilft, die Höhenunterschiede zu überwinden. Dazu soll eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben werden.