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Eine Nacht der Lichter und des Wissens in Trier

 Lichtgestalten: Als lebende Lampions sind Studierende des Fachbereichs Gestaltung unter dem Titel „Landgang“ in illuminierten Kostümen bei der Illuminale 2013 aufgetreten. Foto: Archiv/Mechthild Schneiders
Lichtgestalten: Als lebende Lampions sind Studierende des Fachbereichs Gestaltung unter dem Titel „Landgang“ in illuminierten Kostümen bei der Illuminale 2013 aufgetreten. Foto: Archiv/Mechthild Schneiders FOTO: mechi (wh_wst )
Trier. Bis zu 15 000 Besucher werden erwartet, wenn der City Campus und das Lichterfest Illuminale in der Trierer Innenstadt ihren Mix aus Kunst und Wissenschaft bieten. Die Themen greifen viele aktuelle Diskussionen auf.

Trier. Mit dem Eisbrecher in die Antarktis? Kein Problem. Die Entstehung von Schokolade von der Bohne bis zur Tafel? Aber gerne. Verbrauchertests, chinesische Kalligrafie, künstliche Intelligenz? Kommt sofort. Die einzelnen Beiträge des City Campus umfassen enorm viele Bereiche von Wissenschaft und Technik. Doch wer sie alle sehen will, muss präzise planen, viel laufen und sich sehr beeilen - denn der City Campus umfasst mehr als 100 Stationen.

Wissenschaftler der Universität und der Hochschule Trier werden Einblicke in die Forschung und Entwicklung geben, wobei Lerneffekt und Unterhaltungswert generell sehr hoch sind. Im Bereich Umwelt geht es unter anderem um Energiewende, Klimaforschung und Nationalparks. Im Sektor Technologie werden 3-D-Drucker, Roboter und Hackerangriffe thematisiert. Die Sparte Kultur reicht von mittelalterlicher Kampfkunst bis zur Rekonstruktion von Römerschiffen. "Mit dem City Campus erhält die Wissenschaftsallianz Trier eine Bühne, die voll und ganz dem Gedanken einer öffentlichen Wissenschaft verpflichtet ist", sagt Universitätspräsident Professor Michael Jäckel.
"Die Hochschule Trier versteht sich als qualitativer Bildungsträger mit klarer Ausrichtung zur Innovation und zu Praxisbezug. Von daher präsentieren wir gerne unsere anwendungsorientierten Forschungsergebnisse einem breiten Publikum", betont Professor Norbert Kuhn, Präsident der Hochschule Trier.

Wer den City Campus besuchen will, sollte sich keinen zu engen Stundenplan basteln, sondern auf jeden Fall Zeit für das Lichtkunstfestival Illuminale lassen. Auf dem Augustinerhof zwischen Rathaus und Theater widmet sich die Illuminale dem Thema Upcycling und Nachhaltigkeit.
An der Rathausfassade zeigt der freischaffende Fotokünstler Gery Oth Projektionen von Naturimpressionen, die er mit einer Lochkamera aufgenommen hat. Aus Verpackungsmaterialien entstehen Flugmonster. Früchte, Pflanzen und Beete werden angestrahlt, gestaltet von Kunst-AGs, Schulen und sozialen Einrichtungen. Auch die Pfarrkirche St. Antonius, das Humboldt-Gymnasium und der Hochbunker werden erstmals im Rahmen eines Lichterfestivals bespielt. An allen drei Orten können Zuschauer Teil des Kunstwerks werden.

Der Viehmarktplatz ist mit der Hauptbühne und dem Wissenschaftsmarkt Dreh- und Angelpunkt. Alle Wissensstationen und Lichtkunstobjekte sind von dort auf kurzen und verkehrsberuhigten Wegen zu erreichen. Trier wird am 30. September Teil einer europaweiten Bewegung sein. Die EU unterstützt in 240 Städten Wissenschaftsnächte, die zeitgleich stattfinden. In Deutschland ist neben Trier nur Kiel beteiligt.

Der Zeitplan: City Campus trifft Illuminale beginnt am Freitag, 30. September, um 16 Uhr mit einem Programm für Kinder. Um 18 Uhr werden Ministerpräsidentin Malu Dreyer, OB Wolfram Leibe und die beiden Präsidenten das Programm eröffnen, das bis 24 Uhr dauern wird. Der TV ist Medienpartner. jp
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