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Umweltbildung : Eine Reise durch die Erde

Umweltbildung : Eine Reise durch die Erde

Jedes Jahr kommen rund 15 000 Besucher ins Maarmuseum, darunter viele Kinder und Jugendliche. Künftig können sich diese Zahlen noch deutlich erhöhen. Und das hat einen besonderen Grund.

Im Eingangsbereich des Maarmuseums steht ein etwa 15-jähriger junger Mann, der sich das Gesteinsmodell der Region genau ansieht. Dominik kommt mit seinen Eltern aus Minden und macht in der Region Urlaub. Das Museum findet er interessant. Er sagt: „Das Museum passt in die Region. Man sieht hier nochmal verständlich zusammengefasst, wie die Maare entstanden sind. Das Museumsquiz macht das Ganze spannender, weil man sich einiges noch genauer ansieht.“ Er findet das Angebot des Museums gut.

Ebenso wie die Verantwortlichen des Bundes für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND),  der das Museum in seinen Bildungsordner aufgenommen hat. Dieser Bildungsordner ist zum ersten Mal aufgelegt und mit einer Auflage von 2000 Stück gedruckt worden. Darin sind 61 Exkursionsziele in Rheinland-Pfalz aufgeführt, die sich für Jugendliche zwischen 13 und 19 Jahren, zur Umweltbildung in 15 Themenbereichen, eignen.

Dr. Martin Koziol, Leiter des Maarmuseums freut sich über die Aufnahme in den Ordner: „Das ist schon eine Auszeichnung, darin als Exkursionsziel genannt zu sein. Wir hoffen, dass so weitere Gruppen zu uns finden.“

Dass Jugendliche in Dominiks Alter das Museum besuchen, ist keine Seltenheit. Jedes Jahr kommen allein rund 150 Schulklassen, davon sind rund die Hälfte Grundschulklassen und die andere Hälfte von weiterführenden Schulen.

Ergänzt wird das Angebot mit Videofilmen über die Region, dem „Terranauten“, in den man sich stellen und mit dem man eine Reise durch die Erde unternehmen kann, mit Lupen, durch die man Fossilien untersucht und ein Museumsquiz, das Fragen rund um die Maare, Vulkane und die Ausstellung stellt. So will sich das Museum für Kinder und Jugendlichen interessant machen. Kooperationen mit den Biotopbetreuern im Landkreis, die Exkursionen anbieten, und dem Naturpark Daun gibt es außerdem.

Naturschutzmanager Birger Führ berichtet: „Bei den Exkursionen sind oft Kinder dabei, die auch keine Scheu haben sich die Dinge genauer anzusehen.“ Weiter sagt er: „Bei der Exkursion „Bunte Flieger über dem Kratersee“ geht es beispielsweise um Libellen, von denen es hier 24 von insgesamt rund 60 Arten gibt. Auch die Bacherlebniswanderung mit Gewässerqualitätsbestimmung ist für die Kinder spannend.“

Im BUND-Ordner ist das Maarmuseum unter der Rubrik Wasser und Quellen zu finden. Es wird dort beschrieben als Anlaufstelle für Menschen, die die Zeugen des Vulkanismus in der Eifel einmal erleben möchten. Dabei wird betont, dass das Museum nicht nur die Geschichte und die Entwicklung der Eifel-Maare in der Vergangenheit und in der Gegenwart beleuchtet, sondern auch in größeren, internationalen Zusammenhängen präsentiert. Zum Maarmuseum ist man beim BUND durch den Bildungsserver des Landkreises Bernkastel-Wittlich gekommen, auf dem es als schulnahe Umweltbildungseinrichtung im Landkreis verzeichnet ist.

Außer dem Maarmuseum ist aus dem Kreis Bernkastel-Wittlich die Energielandschaft Morbach, im Ordner als Ziel angegeben,  unter dem Stichwort Energiewende.

Den Ordner kann man bei der Bundjugend (Info@bundjugend.de) bestellen. Eine Verwaltungsgebühr von elf Euro wird dafür erhoben.