Eine Tour durch die Geschichte

Die Geschichte von historischen Gebäuden in Morbach soll Einheimischen und Touristen nähergebracht werden. Berthold Staudt hat den 2,7 Kilometer langen Rundweg ausgearbeitet und dem Morbacher Ortsbeirat vorgestellt.

Morbach. Wie hat Morbach in der Vergangenheit ausgesehen, und welche Historie versteckt sich an vielen Stellen des Ortes? Der Ortsbeirat Morbach will die Geschichte des Dorfes bewahren. Dazu hat der Heimatkunde-Fachmann Berthold Staudt einen 2,7 Kilometer langen historischen Rundgang durch Morbach ausgearbeitet.
Von der katholischen Kirche führt dieser über die Bernkasteler Straße und die Hebegasse über die Bahnhofstraße bis zum Altenheim. Über die Schulstraße und die Hebegasse geht es dann über die Birkenfelder Straße und die Reitergasse bis zur evangelischen Kirche und dann wieder zurück zum Platz Pont-sur-Yonne.
An 28 Stellen sollen Schilder über Morbacher Künstler, Schulen, die Tabakproduktion und Mühlen informieren. Eine zusätzliche zwei Kilometer lange Schleife führt zur Ölmühle. "Wir brauchen mit historischen Dingen nicht zu knausern, wir haben sie", sagt Staudt bei der Präsentation vor dem Morbacher Ortsbeirat. Es gehe bei dem Rundgang darum, zu zeigen, was Morbach zu bieten hat.
Die Mitglieder des Ortsbeirats haben Staudt für das Konzept gelobt und einige Gebäude vorgeschlagen, die ebenfalls mit aufgenommen werden sollen, wie das ehemalige Feuerwehrhaus in der Birkenfelder Straße. Brigitte Heintel hat zudem angeregt, Informationen in Brailleschrift für Blinde mit einzuarbeiten. Andere Mitglieder des Gremiums haben nach Informationen in französischer, niederländischer und englischer Sprache gefragt. Ortsvorsteher Georg Schuh hat eingewendet, dass dafür die Finanzen nicht ausreichen. 5000 Euro will der Ortsbeirat in den Rundgang stecken. Tafeln und Flyer in deutscher Sprache sollen ein erster Schritt sein. Schuh sagt, dass der historische Rundgang bereits in der zweiten Jahreshälfte umgesetzt werden soll. cst