Meinung : Eine vertretbare Lösung

Vor 20 Jahren wurde das Hunsrückhaus offiziell eröffnet. Mit Mitteln von EU, Land und Kreis ist das Großprojekt am Erbeskopf, dessen Inwertsetzung damals in den Anfängen lag, gestemmt worden. Damalige Kosten: rund neun Millionen Mark.

Und nach 20 Jahren soll das alles nichts mehr wert sein? Das ist eine Frage, die sich viele Menschen rund um den Erbeskopf stellen.
Trotz des anfänglich vereinbarten Stillschweigens war längst durchgesickert, dass die Wintersport-, Natur- und Umweltbildungsstätte für einen Euro den Besitzer gewechselt hat. Und das stieß nicht überall auf Zustimmung. Durchaus verständlich. Wäre ein hübsches Sümmchen Geld geflossen, hätte das dem klammen Zweckverband ganz gut getan. Trotzdem handelt es sich um eine vertretbare Lösung. Schließlich hätte der Verband die erforderlichen Investitionen nicht stemmen können. Und da kam das Angebot des Landes, die Immobilie zu übernehmen und aus dem Hunsrückhaus ein Nationalparktor zu machen, nicht ungelegen.
Und beim Land war man sicher froh, eine schnelle Anlaufstelle für die Besucher des Nationalparks zu haben, aber Mainz stehen auch nicht unbegrenzt Mittel zur Verfügung. Bleibt nur die Frage, warum zunächst die unnötige Geheimniskrämerei? Offene Kommunikation wäre sicher sinnvoller gewesen.

i.rosenschild@volksfreund.de