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Einen klaren Favoriten gibt es nicht

Einen klaren Favoriten gibt es nicht

In Minheim fand die zweite von vier Bürgerversammlungen in der Verbandsgemeinde-Neumagen-Dhron statt. Besonders heftig warb der Bürgermeister der VG für eine Fusion zwischen beiden Kommunen.

Minheim. (cb) Wohin tendieren die Minheimer, wenn es zu einer freiwilligen Fusion der Verbandsgemeinde Neumagen-Dhron mit einer anderen Kommune kommt. Ein klares Bild gab es dazu bei der Bürgerversammlung in dem 480-Seelen-Ort nicht, obwohl Ortsbürgermeister Werner Mertes im Vorfeld von einer Tendenz in Richtung Wittlich-Land gesprochen hatte (der TV berichtete). Der Ablauf war in Minheim der gleiche wie bei der ersten Veranstaltung in Trittenheim. Bürgermeisterin Christiane Horsch erläuterte den etwa 140 Bürgern, warum die VG eine freiwillige Fusion in Erwägung zieht. Sie tue dies, um der unvermeidlichen Zwangsfusion mit einer anderen Kommune zu entgehen. Hubert Stubenrauch (Kommunalabteilung im Mainzer Innenministerium), erläuterte warum das Land auf eine Gebiets- und Verwaltungsreform drängt und warum die VG Neumagen-Dhron zu den Kommunen gehört, die auf jeden Fall aufgelöst werden.

Ulf Hangert, Bürgermeister der VG Bernkastel-Kues, sein Amtskollege Berthold Biwer (VG Schweich) und Christoph Knippel, der erste Beigeordnete der VG Thalfang, stellten ihre Kommunen vor. Die VG Wittlich-Land war erneut nicht vertreten. Bürgermeister Christoph Holkenbrink hatte frühzeitig erklärt sich erst mit dem Thema zu beschäftigen, wenn entsprechende Beschlüsse vorliegen.

Ulf Hangert warb besonders heftig. Berthold Biwer hielt sich zurück. Er geht nicht davon aus, dass gleich mehrere Orte über die Kreisgrenze wechseln können. Eine Verbindung zwischen Moselanern und Hochwäldern sei schwierig, sagte Christoph Knippel. "Wir kämpfen auch ums nackte Überleben", sagte er.

Wie die Bürger reagieren, wenn der VG beschließt, mit welcher Kommune Verhandlungen aufgenommen werden, blieb offen. "Gibt es dann die Möglichkeit für ein Bürgerbegehren", fragte Stefan Esseln. "Das ist möglich", antwortete Hubert Stubenrauch.