Einkaufen am Kreisel

PIESPORT. Bisher ist lediglich der erste Entwurf in trockenen Tüchern: Dennoch könnte vielleicht schon im April mit dem Bau des Lebensmittelmarktes am Piesporter Kreisel begonnen werden.

Kommt er, oder kommt er nicht, der Markt am Piesporter Kreisel? Diese Frage scheint endgültig beantwortet. Im günstigsten Fall könnte sogar bereits im April nächsten Jahres mit dem Bau begonnen werden. Denn mittlerweile steht das Konzept, für das der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung die Weichen gestellt hat. Der entscheidende Unterschied zu den ersten Entwürfen ist, dass zwei Hallen geplant sind: Ein Lebensmittel- und ein Getränkemarkt. Die anfangs vorgesehenen 1200 Quadratmeter Verkaufsfläche für 12 000 Artikel werden in 800 für Lebensmittel plus 400 für Getränke aufgeteilt. Hintergrund ist, dass ein Markt der ursprünglich geplanten Größe nur in einem Ort mit zentraler Versorgungsfunktion zu realisieren wäre. Innerhalb der Verbandsgemeinde wäre das Neumagen-Dhron, wo es aber seinerzeit an einer geeigneten Fläche fehlte. Daher hatte der Rat sein Einverständnis signalisiert, für einen Markt auf Piesporter Boden sein Vorrecht quasi abzutreten. Als sich in Neumagen-Dhron jedoch die Chance auf Erweiterung des eigenen Marktes auftat, nahm die Gemeinde davon wieder Abstand. Piesports Ortsbürgermeister Karl Heinz Knodt kann die Entscheidung verstehen. Mit der jetzigen Variante sei zudem eine Lösung gefunden worden, mit der beide Gemeinden leben könnten, ist er überzeugt.Voraussichtlich 30 Arbeitsplätze

Als Gemeindechef verbindet er mit dem Mark zweierlei Pluspunkte. Zum einen werde eine Infrastruktur geschaffen, für die es bereits Nachfrage gebe. Zum anderen schaffe der Markt Arbeitsplätze, voraussichtlich für rund 30 Beschäftigte. Mit einem formellen Beschluss hat der Rat daher den Weg für den Markt geebnet. Statt eines Sondergebietes für den ursprünglich ins Auge gefassten "großflächigen Einzelhandel", soll am Kreisel nun ein Gewerbegebiet entstehen. Bevor ein Bauantrag gestellt werden kann, muss allerdings ein Bebauungsplan her, der dann auch noch beschlossen und öffentlich ausgelegt werden muss. Dennoch ist Uwe Schatto von der Edeka, dem Projektentwickler und Bauherrn, optimistisch, dass alles weiter zügig über die Bühne geht. Im Zusammenhang mit der Sondergebietsplanung habe es bereits Gespräche mit den zu beteiligenden Stellen gegeben. Die entsprechenden Anregungen seien in den aktuellen Entwurf schon eingeflossen.