Einkaufszentrum kommt

WITTLICH. Wer wissen will, wie der Bereich Oberstadt zwischen Schloßplatz und Kurfürstenstraße zukünftig aussehen könnte, sollte sich die morgige Sitzung des Stadtrates nicht entgehen lassen. Zwei Planungen für ein Einkaufszentrum werden dann erstmals öffentlich besprochen.

Der Bauausschuss hat vorbereitend für den Stadtrat die Kandidaten und ihre Pläne gesichtet. Da waren´s nur noch zwei. Und nach der Ratsentscheidung am morgigen Dienstag soll dann nur noch einer übrig bleiben von den in der vergangenen Woche noch vier potenziellen Investoren. Das Quartett interessierte sich für das städtische Grundstück zwischen der Kurfürstenstraße, dem ZOB, dem Schlossberg und der Post, dem Ex-Stadthallengelände sozusagen. Allerdings ist der zum Verkauf stehende Bereich größer, als viele Wittlicher glauben: Die zur Debatte stehende Fläche, laut Stadtverwaltung 5400 Quadratmeter, ist nicht nur das Gelände "Haus Schumacher", sondern reicht hinab bis zur Schloßstraße. Der Bauausschuss hat sich jetzt zweimal intensiv mit den Vorstellungen der vier Interessenten befasst und sich vorab für die Konzepte der Firmen Projektstruktur Drolshagen und Projektgemeinschaft DDC-MGM, Jena entschieden, die morgen vorgestellt werden sollen. Ein Bau vom Schloßplatz bis zur Kurfürstenstraße

Fest steht: beide Vorschläge werden einen städtebaulichen und wirtschaftlichen Akzent setzen. Das angedachte Einkaufszentrum soll das Gebiet zwischen Kurfürstenstraße über die ehemalige Bahnlinie hinweg bis runter zur Schloßstraße, seitlich begrenzt von ZOB und Post/Kolpinghaus, schließen. Beide Vorschläge sehen Ladenflächen in zwei Etagen plus ein Obergeschoss als Parkdeck sowie drumherum eine neue Verkehrsführung mit einem Kreisel an der Kurfürstenstraße zwischen ZOB und dem neuen Gebäude vor. Vom Kreisel würde eine "neue" Straße abbiegen, die an der Schmalseite des Alten Bahnhofs mit den Bronze-Schweinchen vorbei, etwa auf Höhe Haus Mehs, auf die Schloßstraße treffen würde. Von drei Seiten bestimmt der Komplex dann zukünftig die Optik dieses Oberstadtbereichs: an der Kurfürstenstraße, entlang der neu zu bauenden Verbindung am ZOB vorbei plus gegenüber dem Parkplatz Schloßplatz. Die überbaute Gesamtverkaufsfläche des Einkaufszentrums liegt zwischen 4000 bis 5000 Quadratmetern je nach Projekt. Die Binnenaufteilung ist jeweils ein Mix aus sehr großen und kleineren Segmenten für Ketten/Ladenlokale, für die zum Teil angeblich schon konkrete Mietinteressenten vorliegen. Entscheidet sich der Rat für einen Investor, muss noch Baureife geschaffen werden. Es heißt, frühestens Weihnachten 2007 könnte eine Eröffnung sein. Der Stadtrat trifft sich am Dienstag, 13. Juni, 18 Uhr, in der ehemaligen Synagoge. In der öffentlichen Sitzung sollen zwei Planungen zur "Oberstadt" vorgestellt werden. Im nicht-öffentlichen Teil soll sich der Stadtrat dann für einen der beiden Investoren entscheiden.

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