Einladung an Seehofer

BERNKASTEL-KUES. Die Diskussion um den Erhalt des Institutes für Pflanzenschutz im Weinbau in Bernkastel-Kues geht weiter. Auch die kommunalen Gremien beschäftigen sich zum wiederholten Male damit.

Bloß keine Emotionen: Sachlich, so Stadtbürgermeister Wolfgang Port, soll die Diskussion sein, die sich um das Institut für Pflanzenschutz im Weinbau in Bernkastel-Kues dreht. Der Stadtrat hat sich in einer Resolution für den Erhalt der "Bio" ausgesprochen. In einem ähnlichen Schreiben haben sich auch die sechs Bundestagabgeordneten aus der Region beim zuständigen Minister, Horst Seehofer, für den Erhalt stark gemacht (TV vom 25. November). Der Verbandsgemeinderat Bernkastel-Kues wird sich der Resolution anschließen. Port lobte im Stadtrat mehrfach Ulf Hangert, den Bürgermeister der Verbandsgemeinde und Vorsitzenden des "Bio"-Fördervereins. "Er setzt sich enorm für den Erhalt ein", sagte er. Die umfangreiche Resolution macht deutlich: Die "Bio" ist für die Mosel, ja für den gesamten deutschen Weinbau, unverzichtbar - und zwar am Standort Bernkastel-Kues. Denn nur hier befinde sich das geeignete Areal (Steillagen), um überhaupt forschen und, bei Bedarf, schnell handeln zu können. Aus der Mitte des Rates kam der Wunsch, Bundesminister Seehofer nach Bernkastel-Kues einzuladen. Nur so könne er sich ein Bild von der Bedeutung der hier geleisteten Arbeit machen. Ganz ohne Emotionen ging die Diskussion aber doch nicht über die Bühne. Ministerpräsident Kurt Becks Einsatz für Siebeldingen, den zweiten rheinland-pfälzischen Standort, und Bernkastel-Kues sei "mehr als scheinheilig", weil er nun die Felle für den Ort in seiner pfälzischen Heimat davon schwimmen sehe, sagte Robert Wies (FDP). Hintergrund: Es war auch schon im Gespräch, die Wissenschaftler aus Bernkastel-Kues in Siebeldingen unterzubringen. "Es ist eben ein Politikum", sagte Stadtbürgermeister Port.

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