Einmal quer durch die Wüste

Weltenbummler aus Erden haben eine strapaziöse Reise auf sich genommen, um Hilfsgüter nach Jordanien zu transportieren. Sie nahmen dafür an der Allgäu-Orient-Rallye teil.

Erden Nach knapp drei Wochen abenteuerlicher Anreise und nach insgesamt 7164 Kilometern haben sechs sogenannte "Charity-Reisende" aus Erden das Ziel Jordanien als Teilnehmer der Rallye Allgäu - Orient erreicht.
Mit ihren umgebauten Campern konnten sie ihre Vorhaben, ihre Reiselust mit einem guten Zweck zu verbinden, in die Tat umsetzen. Das Geschwisterpaar Stephanie und Bernd Weber aus Erden (Kreis Bernkastel-Wittlich) gehörte neben zwei belgischen Teams zu der sechs Personen starken Crew, die sich kurz vor Beginn der Rallye in Erden präsentiert und für ihre gute Sache geworben hatte.
Ihr Team nennt sich "333 Red Hot Desert Devils" und ist mit drei 20 Jahre alten VW- und Mercedes-Bussen unterwegs gewesen. Denn die Rallye richtete sich an Fahrer von Old- und Youngtimern.
Sie fand in diesem Jahr bereits zum zwölften Mal statt und begann Anfang Mai in Oberstaufen im Allgäu. Die Route führte über Österreich, Italien, Slowenien, Kroatien, Bulgarien und die Türkei bis nach Jordanien.
Nach der Rückkehr hatten die beiden Erdener dem TV einiges zu erzählen. "Auch, dass uns ein angeschlagener Mercedes-Benz wegen eines Kupplungsschadens zwei Tage in einer Werkstatt aufgehalten und mit 1500 Euro Reparaturkosten unsere Reisekasse arg strapaziert hatte, konnte uns nicht davon abhalten, unsere Tour zu vollenden", schilderten beide das Missgeschick.
Die Gastfreundschaft in den Ländern, die alle Teilnehmer der Rallye auf ihrem Weg erfuhren, hätten auch die unvorhergesehenen Probleme wieder wettgemacht. "Wir verteilten auf unserem Trip vor allem an Kinder Spielsachen oder gut erhaltene Kleidung. Der Dank, den wir davon vor allem bei den Kleinsten erfahren haben, ist eine Entschädigung für die Strapazen."
In einem Krankenhaus in der türkischen Stadt Denizli übergab die Delegation aus Belgien und von der Mosel zudem zwei Rollstühle und Rollatoren. Viele darüber hinaus gespendeten Hilfsgüter wurden an Schulen und Kinderheimen in verschiedenen Ländern übergeben.
Die Übernachtungen in Wüstencamps und die Besichtigung der Felsenstadt Petra in Jordanien seien zudem einzigartige Erlebnisse gewesen, freuten sich die Erdener Weltenbummler.
Am letzten Tag der Reise wurden dann die Fahrzeuge an eine jordanische Hilfsorganisation übergeben. Dort sollen sie in diesen Tagen versteigert werden.