Einsatz für Wittlicher Wehr in Ulm

Einsatz für Wittlicher Wehr in Ulm

Mit ihrem selbst gedrehten Imagefilm steht die Jugendfeuerwehr Wittlich in der Endrunde des bundesweit ausgeschriebenen Conrad-Dietrich-Magirus-Preises. In zwei Wochen wird bekanntgegeben, welche der fünf Wehren in der Sonderkategorie „Soziales Engagement“ die meisten Stimmen bekommen hat.

Mit ihrem selbst gedrehten Imagefilm "Lass Träume wahr werden" hat die Wittlicher Jugendfeuerwehr im Sommer für Furore gesorgt: Mehr als 32?000 Menschen haben den Film bisher im Internet gesehen, von vielen Wehren in Deutschland bekamen die Nachwuchsfilmer Lob (der TV berichtete mehrfach). Unter anderem hat sich die Gruppe mit ihrem Projekt in der Sonderkategorie "Soziales Engagement" bei dem bundesweit ausgeschriebenen Conrad-Dietrich-Magirus-Preis beworben (siehe Extra).
Eine Jury wählte die Wittlicher als eine von fünf Wehren aus ganz Deutschland aus, der Gewinner wurde durch ein Online-Voting bestimmt. Die Abstimmung ist zwar bereits gelaufen, die Preisträger werden aber erst am Freitag, 22. Januar, auf einer Gala in Ulm bekanntgegeben.
Die Wittlicher fahren mit 20 Leuten in Mannschaftswagen der Feuerwehr und des Landes-Jugendfeuerwehrverbandes Rheinland-Pfalz nach Ulm. Nach einem Mittagessen auf dem Gelände der Firma Magirus und einer Werksbesichtigung im Drehleiterbau geht es am Abend im Ulmer Congress-Centrum zur offiziellen Gala mit Preisverleihung.
Die Wittlicher stellen in der Sonderkategorie die einzige Jugendfeuerwehr. Ihre vier Kontrahenten waren freiwillige Feuerwehren aus ganz Deutschland: die Freiwillige Feuerwehr Arnsberg/Wennigloh (Hochsauerlandkreis, Nordrhein-Westfalen), die Freiwillige Feuerwehr Erkrath (Kreis Mettmann, Nordrhein-Westfalen), die Freiwillige Feuerwehr Hohendodeleben (Landkreis Bördekreis, Sachsen-Anhalt) und die Freiwillige Feuerwehr Marburg-Ockershausen (Landkreis Marburg-Biedenkopf, Hessen).
In der Abstimmungsphase hatten die jungen Wehrleute mit einigen Aktionen auf sich aufmerksam gemacht und unter anderem am verkaufsoffenen Sonntag im September für sich und ihr Projekt geworben. Aber reichte das, um die meisten Stimmen zu bekommen? "Eine Einschätzung unserer Chancen fällt uns sehr schwer, dennoch denken wir, alles uns Mögliche getan zu haben, um auf uns und unseren Film aufmerksam zu machen", sagt Glenn Zimmer von der Wittlicher Jugendwehr, der an dem Film mitgewirkt hat.
Für den Hauptpreis des CMDA hat sich unter anderem die freiwillige Feuerwehr aus Mehring (Verbandsgemeinde Schweich) beworben.

Der CMDA wurde 2012 erstmals deutschlandweit ausgeschrieben und wird seit 2013 auch international ausgetragen. Der Wettbewerb trägt den Namen eines Feuerwehrmanns, der als Pionier der Brandbekämpfung gilt: Conrad Dietrich Magirus. Der Ulmer hatte sich zum Ziel gesetzt, die Brandbekämpfung für sich und seine Kameraden sicherer zu machen und sorgte mit revolutionären Erfindungen wie der Ulmer Drehleiter weltweit für Aufmerksamkeit. Vor 150 Jahren gründete er die Firma Magirus, die in seinem Sinne bis heute die Arbeit der Feuerwehrleute in den Vordergrund stellt und mit dem Conrad-Dietrich-Magirus-Preis besonders würdigt. Die Sonderkategorie "Soziales Engagement" wird dieses Jahr zum ersten Mal vergeben. Zu gewinnen gibt es einen Erlebnistag bei Magirus, einem Hersteller für Löschfahrzeuge und Feuerwehrbedarf in Ulm.

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